Frauen verdienen weniger als Männer
publiziert: Dienstag, 1. Nov 2005 / 19:32 Uhr

Bern - Frauen verdienen weniger als Männer - und dies nicht nur deshalb, weil sie andere Berufe wählen oder schlechter ausgebildet sind.

Im Durchschnitt verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer.
Im Durchschnitt verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer.
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Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) beziffert die Ungleichheiten und lanciert eine Kampagne. Die Forderung nach Lohngleichheit sei nicht ganz neu, aber leider immer noch aktuell, sagte SGB-Vertreterin und Nationalrätin Franziska Teuscher (Grüne/BE) vor den Medien. Seit bald 25 Jahren sei der Anspruch auf Lohngleichheit in der Verfassung verankert. Erfüllt sei er nicht.

Unter dem Slogan «Ganzer Lohn für ganze Arbeit» lanciert der SGB eine Lohngleichheitskampagne. An einem Frauenkongress soll am kommenden Freitag ein Manifest verabschiedet werden.

Im Durchschnitt verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass sie eine schlechtere Ausbildung haben, schlechter bezahlte Berufe wählen oder weniger Berufserfahrung haben.

Auch bei Berücksichtigung dieser Faktoren bleiben aber beträchtliche Lohndifferenzen. Mit dem Geschlechterlohnrechner, den der SGB entwickelt hat, können die Differenzen für verschiedene Branchen nun beziffert werden.

Zweifel an den Angaben

Der Schweizerische Gewerbeverband zieht die Angaben indes in Zweifel. Er streitet ab, dass es geschlechterbedingte Lohndifferenzen gibt. «Die Lohngleichheit ist in allen Branchen Tatsache», sagte Pierre Triponez, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, auf Anfrage.

Auch der Arbeitgeberverband zeigt sich skeptisch. Bei Vergleichen sei Vorsicht geboten, sagte Verbandssprecher Hans Reis. Es gebe jedoch Studien, die eine «nicht erklärbare Lohndifferenz im einstelligen Prozentbereich» eruiert hätten.

Arbeitnehmerinnen, die herausfinden möchten, ob sie innerhalb ihrer Branche benachteiligt sind, können auf www.lohngleichheit.ch ihr Profil eingeben und die Durchschnittslöhne für Männer und Frauen berechnen.

(smw/sda)

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