Frauenmehrheit im Bundesrat willkommen
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2010 / 11:55 Uhr
Micheline Calmy-Rey, die amtsälteste der amtierenden Bundesrätinnen, würde gerne in einer Frauenmehrheit regieren.
Micheline Calmy-Rey, die amtsälteste der amtierenden Bundesrätinnen, würde gerne in einer Frauenmehrheit regieren.

Bern - Für eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer wären nach 150 Jahren Männerdominanz fünf Frauen im Bundesrat kein Problem. Dies zeigt eine Umfrage des Instituts LINK. Bereits vor einem Monat war eine erste Befragung zu einem ähnlichen Resultat gekommen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Nur gerade 26 Prozent der Befragten wären fünf Bundesrätinnen zu viel. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Institut LINK im Auftrag der «Coopzeitung» bei 514 Personen durchgeführt hat. Während rund 150 Jahren hatte die Landesregierung ausschliesslich aus Männern bestanden.

36 Prozent geben nun in der LINK-Umfrage an, ein Frauenanteil von fünf sei «genau richtig», und für 32 Prozent spielt das Geschlecht keine Rolle. 4 Prozent wünschten sich gar sechs oder sieben Frauen in der Regierung. Der Rest ist unentschlossen.

Westschweizer generell offener

Westschweizer und Frauen sind generell offener für eine Frauenmehrheit. So halten nur 14 Prozent der Romands fünf Frauen für zu viel, aber 31 Prozent der Deutschschweizer. Fast die Hälfte der Frauen (45 Prozent), aber nur 35 Prozent der Männer sprechen sich für fünf oder mehr Bundesrätinnen aus.

Eine erste Umfrage zum Thema hatte bereits vor Monatsfrist ein ähnliches Bild gezeigt. Gemäss einer Isopublic-Umfrage im Auftrag der «SonntagsZeitung» sind 76 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer für eine Mehrheit von vier oder mehr Frauen in der Landesregierung.

Calmy-Rey wäre «sehr glücklich»

Auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die amtsälteste der amtierenden Bundesrätinnen, würde gerne in einer Frauenmehrheit regieren. Auf die Aussage, Männer könnten sich mit einer Frauenmehrheit nicht mehr vertreten fühlen, sagte sie am Wochenende im Interview mit der «SonntagsZeitung»: «Tatsächlich gilt es, auch das zu bedenken. Identifikation läuft auch über das Geschlecht.»

Das Aussendepartement EDA präzisierte am Wochenende in einer Stellungnahme an anfragende Medien: Bundesrätin Calmy-Rey wäre «sehr glücklich, in einem mehrheitlich weiblichen Bundesrat zu sitzen».

(ade/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Frauen werden ab morgen ... mehr lesen
Die Bundesratsersatzwahl erfolgt geheim per Urne.
Eiserne Lady der Ostschweiz: Karin Keller-Sutter.
St. Gallen - Die St. Galler ... mehr lesen 1
Basel - Die baselstädtische Finanzdirektorin Eva Herzog will in den Bundesrat: ... mehr lesen
Eva Herzog, als sie 2008 in den Basler Regierungsrat gewählt wurde.
Für die Nachfolge von Moritz Leuenberger sind überwiegend Frauen im Gespräch. (Archivbild)
Bern - Die Schweizerinnen und Schweizer würden eine Frauenmehrheit im Bundesrat begrüssen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der «SonntagsZeitung». mehr lesen 6
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ihnen jedoch zu schaffen. Um die Rahmenbedingungen für die Medien zu verbessern und ein vielfältiges Angebot in den Regionen zu fördern, hat der Bundesrat beschlossen, die Medien mit einem Massnahmenpaket zu unterstützen. An seiner Sitzung vom 29. April 2020 hat er die Botschaft an das Parlament verabschiedet. Neben einem Ausbau der indirekten Presseförderung sieht der Bundesrat eine Unterstützung von Online-Medien sowie allgemeine Massnahmen zugunsten der elektronischen Medien vor. Die Unabhängigkeit der Medien bleibt gewahrt. mehr lesen  
Selbständigerwerbende können trotz allfälliger Öffnung am 11. Mai 2020 bis am 16. Mai weiterhin Kurzarbeitsvergütungen bekommen, wenn das Geschäft wegen hygienischen oder anderen Einschränkungen nicht so schnell an Fahrt aufnimmt.
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 11°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 7°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 12°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 15°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten