«Free Pussy Riot»-Transparent am Berner Münster
publiziert: Montag, 1. Okt 2012 / 15:27 Uhr
«Free Pussy Riot - Fuck Putin now», war auf dem Banner zu lesen.
«Free Pussy Riot - Fuck Putin now», war auf dem Banner zu lesen.

Bern - Aktivisten haben am Montagmittag am Berner Münsterturm ein riesiges Transparent für die Freilassung der russischen Punkband Pussy Riot aufgezogen. Ein gutes Dutzend weitere Aktivisten in bunt gestrickten Sturmhauben unterstützten die Forderung lautstark auf dem Münsterplatz.

Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
4 Meldungen im Zusammenhang
Während unten auf dem Münsterplatz die Teilnehmer der Aktion zum elektrischen Gitarrensound Free Pussy Riot-Parolen sangen, kletterten oben auf dem Münsterturm zwei Aktivisten über die Brüstung und seilten sich ab. Dabei entrollten sie ein mehrere Meter grosses Transparent. «Free Pussy Riot - Fuck Putin now» war darauf zu lesen.

Die Polizei, die mit mehreren Autos vor Ort kam, liess die Aktivisten zunächst weitgehend gewähren. Gegen 13 Uhr beendeten diese ihren rund halbstündigen Protest wieder. Die Polizei kontrollierte die Aktivisten und führte einige ab.

Eine ähnliche Aktion fand Ende August bereits in Zürich statt, damals flatterte ein «Free Pussy Riot»-Banner am Zürcher Grossmünster.

Zwei Jahre wegen «Punk-Gebet»

Drei Musikerinnen der russischen Punkband waren Mitte August wegen Rowdytums aus religiösem Hass zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Die Band hatte in einer Moskauer Kirche ein «Punk-Gebet» gesungen, indem der russische Präsident Wladimir Putin und die Kirche kritisiert wurden.

Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Aljochina - beide Mütter kleiner Kinder - und Jekaterina Samuzewitsch sitzen seit Anfang März hinter Gittern. Bürgerrechtler kritisieren das Vorgehen der Justiz als politisch motiviert. Das Urteil hat international für Empörung gesorgt. Auf der ganzen Welt solidarisieren sich Menschen mit den drei inhaftierten Pussy Riot-Musikerinnen.

Am Montag hätte in Moskau das Berufungsverfahren im Prozess gegen die drei Frauen stattfinden sollen. Das Gericht verschob das Berufungsverfahren nun aber überraschend auf den 10. Oktober.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Ein Moskauer Gericht hat das Berufungsverfahren gegen drei Frauen der Frauenband Pussy Riot ... mehr lesen
Bürgerrechtler kritisieren das Vorgehen der Justiz als politisch motiviert. (Bildarchiv)
Grossdemonstration gegen Staatschef Wladimir Putin.
Moskau - Rund vier Monate nach der neuerlichen Einführung Wladimir Putins in das ... mehr lesen
Zürich - Mit einer waghalsigen Kletteraktion haben Aktivistinnen am Montag in Zürich für die Freilassung der drei russischen ... mehr lesen
Die bunten Strumpfmasken der Pussy Riot sind zu einem Symbol geworden.
Berlin/Moskau - Die russische Band Pussy Riot plant weitere Protestaktionen gegen Präsident Wladimir Putin und bittet um Unterstützer. Trotz der möglichen Verurteilung von drei Musikerinnen würden die Proteste fortgesetzt, sagten Mitglieder der Band der Nachrichtenagentur Reuters. mehr lesen  1
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Das Programm konzentriert sich auf Hilfsprojekte am Horn von Afrika und wurde am Freitag in Rom lanciert, wo Regierungsvertreter von europäischen und afrikanischen Ländern tagten. (Symbolbild)
Das Programm konzentriert sich auf ...
Flüchtlinge  Rom - Die EU will dem Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer nach Europa mit einem neuen Aktionsplan begegnen. Dieser sieht vor, die Lebensbedingungen in den ostafrikanischen Herkunftsländern zu verbessern. 
Die EU nimmt die Flüchtlingsstrategie an - in Ankunftsländern muss man sich nun registrieren und Fingerabdrücke abgeben.
EU nimmt neue Flüchtlingsstrategie an Luxemburg - Die EU-Innenminister haben mit einem Tag Verspätung ihre Strategie zum Umgang mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen in ...
Wunsch des Bundesrats  Bern - Trotz Kritik aus bürgerlichen Kreisen hält der Bundesrat ...  
Das geltende Adoptionsrecht sei nicht mehr zeitgemäss. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 50
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 50
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1524
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 50
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 6°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 6°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Luzern 7°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Genf 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten