Nordeuropa wird Teil des Schengen-Raums
Freie Fahrt von Spanien nach Norwegen
publiziert: Sonntag, 25. Mrz 2001 / 16:38 Uhr

Kopenhagen - Alle fünf nordeuropäischen Länder haben am Sonntag die Grenzkontrollen für Bürger aus EU-Ländern abgeschafft. Damit gehören erstmals auch Nicht-EU-Länder, nämlich Norwegen und Island, dem Schengenraum an.

Dank des Schengen-Abkommens herrscht freie Fahrt von Spanien bis nach Norwegen.
Dank des Schengen-Abkommens herrscht freie Fahrt von Spanien bis nach Norwegen.
Durch den Beitritt von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden zum Schengen-Abkommen haben Reisende aus den EU-Ländern seit Beginn der Woche freie Fahrt über 5500 Kilometer von Gibraltar im Süden Spaniens bis nach Kirkenes an der Nordostspitze Norwegens.

Parallel Kontrollen verschärft

Gleichzeitig wurden in Nordeuropa aber auch die Kontrollen bei der Einreise aus angrenzenden Ländern ausserhalb der EU wie Polen und Russland deutlich verschärft. In allen Ländern verlief der Schengen-Beitritt ohne praktische Probleme, aber auch ohne offizielle Feiern wegen der vor allem in Dänemark ablehnenden Haltung der Öffentlichkeit.

Im Mittelpunkt der Kritik stand die Sorge vor verstärkten Grenzübertritten Krimineller und illegal einreisender Asylbewerber. Hinzu kamen historische Bedenken wegen der Rolle des Nachbarlandes Deutschlands als Besatzungsmacht 1940 bis 1945.

Nicht-EU-Länder dabei

Island und Norwegen sind als bisher einzige nicht der EU angehörende Staaten in den Schengen-Raum einbezogen, weil die nordeuropäischen Länder seit 1957 keine gegenseitigen Passkontrollen mehr durchführen und die «Nordische Passunion» erhalten bleiben sollte.

Es sollte vermieden werden, dass zwischen den EU-Staaten Dänemark, Schweden und Finnland sowie Norwegen und Island eine neue Aussengrenze hätte errichtet werden müssen.

Gleichzeitig schuf die EU jedoch einen Präzedenzfall. Auf diesen bezog sich nun auch der Bundesrat, als er in Brüssel den Wunsch der Schweiz nach Gesprächen über eine Schengen-Teilnahme deponierte. Sowohl in Brüssel wie auch in der Schweiz ist das Anliegen nicht unumstritten.

Ohne Grossbritannien und Irland

Mit den nordeuropäischen Ländern vergrösserte sich der Kreis der Schengen-Länder auf 15 Staaten. Von den EU-Mitgliedländern stehen einzig Grossbritannien und Irland abseits.

Das Schengen-Abkommen ist nach dem Ort in Luxemburg benannt, wo 1985 die erste entsprechende Vereinbarung unterzeichnet wurde. Der Schengen-Raum erhöht die Freizügigkeit im Personenverkehr.

Im Gegenzug werden die Aussengrenzen verstärkt, und die Staaten arbeiten im Polizeibereich intensiver zusammen. Insbesondere haben alle Staaten Zugriff auf die Fahndungsdaten in der gemeinsamen Datenbank SIS (Schengen-Informations-System).

(kil/sda)

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