Freihandelsabkommen mit China rückt näher
publiziert: Freitag, 13. Aug 2010 / 18:58 Uhr
Die Schweiz exportiert mehr nach China als umgekehrt - eine seltene Ausnahme. Im Bild der Hafen von Shanghai
Die Schweiz exportiert mehr nach China als umgekehrt - eine seltene Ausnahme. Im Bild der Hafen von Shanghai

Peking - Schon bald verhandelt die Schweiz mit der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft über ein Freihandelsabkommen. Am Freitag wurde in Peking vor Bundespräsidentin Doris Leuthard und Chinas Präsidenten Hu Jintao eine Absichtserklärung unterzeichnet.

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Damit stehen die Chancen gut, dass die Schweiz als eines der ersten Länder ein derartiges Abkommen mit der Volksrepublik bekommt. Bislang unterhält China mit keinem europäischen Land einen Freihandelsvertrag.

Dem Treffen zwischen Doris Leuthard und Hu Jintao durften die Medien nur während den ersten Minuten beiwohnen. Chinas Präsident sagte, dass gute bilaterale Verhältnis sei auch das Resultat der wiederholten Besuche der Schweizer Wirtschaftsministerin.

Unter Ausschluss der Medien setzten anschliessend der Schweizer Botschafter Blaise Godet und ein Vertreter des chinesischen Wirtschaftsministeriums die Unterschrift unter die Absichtserklärung.

Sie markiert den Abschluss einer Machbarkeitsstudie, welche die Länder im letzten November gemeinsam aufnahmen. Nun können die Verhandlungen gemäss dem Eidg. Volkswirtschaftsdepartement in «naher Zukunft» lanciert werden.

Im Dienste der Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft setzt grosse Hoffnungen in einen Freihandelsvertrag. Die Unternehmen wollen einfacheren Zugang zu der wohl bald grössten Volkswirtschaft der Welt. Ein Abkommen könnte viele Fortschritte bringen, unter anderem besserer Schutz der Schweizer Produkte vor Kopien oder tiefere Zölle.

China ist bereits heute der wichtigste Handelspartner in Asien. Die Schweiz ist eines der wenigen westlichen Länder, das eine positive Handelsbilanz mit dem Exportgiganten hat - die hiesige Wirtschaft kann also mehr dort verkaufen, als sie aus dem asiatischen Land bezieht.

Auch Schneider-Amman ist vor Ort

Die Schweizer Wirtschaftsdelegation, welche Doris Leuthard auf ihrer fünftägigen Reise begleitet, ist denn auch prominent besetzt.

Vor Ort ist etwa der potentielle Bundesratskandidat Johann Schneider-Ammann (FDP/BE) in seiner Rolle als Chef des Maschinenbauers Ammann und Verbandspräsident der Maschinenindustrie.

Der Besuch in Peking ist der Höhepunkt der China-Reise der Bundespräsidentin. Am Samstagabend ist ein Gala-Diner mit nicht weniger als 300 Gästen geplant.

(et/sda)

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