Freihandelsabkommen unwahrscheinlich
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2006 / 20:57 Uhr

Davos - Die Chancen für ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA sind weiter gesunken.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Portman.
Der US-Handelsbeauftragte Robert Portman.
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Bundesrat Joseph Deiss und der US-Handelsbeauftragte Robert Portman haben sich aber auf eine Weiterführung der Verhandlungen geeinigt.

Beide Seiten waren sich nach einem kurzen Gespräch am Randes des World Economic Forum (WEF) in Davos einig, dass es noch zu früh wäre, um Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA zu beginnen.

«Für uns ist es wichtig, dass wir nicht Verhandlungen anfangen, bevor wir die Sicherheit haben, dass diese auch zum Erfolg führen werden», sagte Deiss. Ein Abkommen sei immer noch machbar, aber nicht auf der Basis eines umfassenden Freihandelsabkommens, wie das zu Beginn von den USA gewünscht worden sei.

Vertiefung der Beziehungen

Sowohl Deiss als auch Portman betonten den Willen der beiden Länder, die Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen. Dies sei im Interesse beider Länder, sagte Portman. Aus diesem Grund wollen sie sich in den nächsten Tagen noch zu weiteren Gesprächen treffen.

Gemäss Deiss sind in zahlreichen Bereichen enge Beziehungen möglich. So gebe es Übereinstimmungen bei den Dienstleistungen, der Industrie oder des geistigen Eigentums. Keine Einigung zeichnet sich beim Dossier Landwirtschaft ab.

Weiter sagte Deiss in Davos, die seien die Amerikaner gewillt, den richtigen Rahmen für eine möglichst enge Zusammenarbeit zu finden - ob dies nun ein Freihandels- oder ein Kooperationsabkommen sei. Die Tür sei auf jeden Fall «bei weitem nicht zugemacht».

Am vergangenen Mittwoch hatte der Gesamtbundesrat Deiss vorerst zurückgepfiffen. Die Regierung hatte beschlossen erst in den nächsten zwei Wochen zu entscheiden, ob sie ein Verhandlungsmandat für den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den USA erteilen will.

(bert/sda)

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