Schweiz und China wollen Liberalisierung
Freihandelsabkommen zwischen Schweiz und China geplant
publiziert: Freitag, 28. Jan 2011 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Jan 2011 / 14:57 Uhr
Schneider-Ammann will ein Freihandelsabkommen mit China.
Schneider-Ammann will ein Freihandelsabkommen mit China.

Davos - Die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China sind offiziell eröffnet. Bundesrat Johann Schneider-Ammann und der chinesische Handelsminister Chen Deming unterzeichneten in Davos eine gemeinsame Absichtserklärung zur Aufnahme von Verhandlungen.

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Innert Wochen sollen beide Seiten die Arbeit aufnehmen. «Wir wollen mit sehr grosser Geschwindigkeit vorankommen», sagte Chen am Freitag vor den Medien. Die Verhandlungen sollen bereits «zu einem frühen Zeitpunkt abgeschlossen werden», erklärte der Handelsminister am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Ziel sei eine umfassende Einigung, die Exportfirmen unter anderem aus der Maschinen-, Umwelttechnologie-, Pharma- und Chemieindustrie den Marktzugang erleichtere, sagte Schneider-Ammann.

Auch die Finanz- und Versicherungsbranche soll Vorteile aus dem Abkommen ziehen können. Zentrale Themen werden laut Schneider-Ammann der Schutz des geistigen Eigentums und mehr Rechtssicherheit sein.

Wichtiger Handelspartner

Die Schweiz sei zum neuntwichtigsten Handelspartner Chinas in Europa aufgestiegen, sagte Chen. Für die Schweiz sei die Volksrepublik gar der wichtigste Partner in Asien.

Der Handel zwischen der Schweiz und China wächst nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) rascher als der übrige schweizerische Aussenhandel.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2010 hat die Schweiz Waren im Wert von 6,7 Mrd. Fr. nach China exportiert. Das ist ein Drittel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren stiegen derweil um 18 Prozent auf 5,6 Mrd. Franken.

Schweiz mit positiver Handelsbilanz

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, das eine positive Handelsbilanz mit dem Reich der Mitte aufweist. Das Freihandelsabkommen soll der Schweizer Wirtschaft einen diskriminierungsfreien Zugang zum boomenden Markt in der Volksrepublik sichern und tiefere Zollabgaben mit sich bringen.

Mit einem raschen Abschluss des Handelsabkommens würde sich die Schweiz zudem Vorteile gegenüber europäischen Nachbarländern verschaffen und ihre Abhängigkeit vom EU-Raum reduzieren. Die EU hat noch kein Freihandelsabkommen mit dem «Reich der Mitte»

(dyn/sda)

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