Freisinnige für bezahlten Mutterschaftsurlaub
publiziert: Samstag, 17. Apr 2004 / 11:39 Uhr

Chur - Die FDP ist für einen bezahlten Mutterschaftsurlaub. Die Delegierten beschlossen in Chur die Ja-Parole mit 229 zu 25 Stimmen. Über die Vorlage wird voraussichtlich im Herbst abgestimmt.

Über den Mutterschaftsurlaub wird nochmals abgestimmt, weil die SVP das Referendum ergriffen hat.
Über den Mutterschaftsurlaub wird nochmals abgestimmt, weil die SVP das Referendum ergriffen hat.
Der bezahlte Mutterschaftsurlaub, der über eine Revision der Erwerbsersatzordnung eingeführt werden soll, wurde an der Delegiertenversammlung kontradiktorisch behandelt.

Für die Vorlage sprach sich der Berner FDP-Nationalrat Pierre Triponez aus, auf dessen Initiative der neuste Vorschlag zurückgeht. Dagegen votierte der Berner Nationalrat Johann Schneider-Ammann.

Erneut über den Mutterschaftsurlaub abgestimmt wird, weil die SVP das Referendum ergriffen hat. Dem Gegner-Komitee gehören auch FDP-Nationalräte an.

Die neuste Vorlage für einen Mutterschaftsurlaub sieht für erwerbstätige Mütter eine Lohnausfallentschädigung von 80 Prozent während 14 Wochen vor. Die Kosten von jährlich rund 480 Millionen Franken soll die Erwerbsersatzordnung (EO) decken, die mit Lohnprozenten von Arbeitnehmern und -gebern finanziert wird.

(rr/sda)

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