«Freitag, der 13.»: Das ist wissenswert
publiziert: Freitag, 13. Jul 2007 / 06:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Jul 2007 / 07:42 Uhr

Hamburg - Heute ist Freitag, der 13. Für knapp ein Drittel der Bevölkerung hat es eine besondere Bedeutung, wenn der Freitag, wie heute, auf den 13. fällt.

Eine Katze vor dem ersten Hahnenschrei: Bringt das nun Glück oder Pech?
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Die Furcht vor diesem Tag entspringt jedoch nicht einem traditionellen Aberglauben, sondern ist ein Phänomen des 20. Jahrhunderts.

Der Freitag alleine bringt nichts Gutes - zumindest nach dem Christentum:
- Angeblich haben Adam und Eva an einem Freitag in den Apfel gebissen.
- An einem Freitag schlugen die Römer Jesus Christus ans Kreuz.
Ausserdem:
- Mit der Zahl 13 verbinden viele Menschen heute Unglück und Gefahr.

Zahlreiche Hotels verzichten auf die Zimmernummer 13, manche Fluggesellschaften führen keine 13. Sitzreihe in ihren Maschinen.

Die Auswirkung des «unheilvollen» Tages auf unseren Alltag ist umstritten. Simo Näyhä von der Universität Oulu analysierte die finnischen Unfallstatistiken der Jahre 1971 bis 1997. Demnach starben an einem Freitag, den 13., 61 Prozent mehr Frauen bei Verkehrsunfällen als an anderen Freitagen.

Die Zahl 13

Nach alter Zahlensymbolik ist die Primzahl 13 eine «übersteigerte Zwölf» und zerstört die Harmonie des Universums. 13 bedeutete in vielen Kulturen, dass die 13 die symbolische Zahl zwölf - die göttliche, kosmische und jahreszeitliche Ordnungen repräsentiert - überschreitet.

Bei der 13 hat Satan die Hand mit im Spiel, im Volksmund wird die 13 auch als das «Dutzend des Teufels» bezeichnet. Dagegen hat der Tag zwölf Stunden, das Jahr zwölf Monate und es gab zum Beispiel zwölf Apostel.

Trotzdem galt die 13 deswegen nicht überall als Unglückszahl. Aus mittelalterlichen Quellen lässt sich nicht entnehmen, dass der 13 eine wesentliche Bedeutung zugemessen wurde. So brauchte man zum Beispiel zwölf Mönche und einen Abt, um ein Kloster zu gründen.

Als 1928 für den «Atlas der deutschen Volkskunde» eine Umfrage durchgeführt wurde, war die 13 sowohl als Unglückszahl als auch als Glückszahl weithin bekannt.

Der Freitag

An einem Freitag wurde Christus an das Kreuz genagelt, daher hatte dieser Tag eine grosse Bedeutung im Volksglauben.

Ein so genanntes «Freitagsjahr», das ist ein mit einem Freitag beginnendes Jahr, galt ebenso als unglücklich wie ein Freitagsmonat, ein mit einem Freitag beginnender Monat.

In der Reformationszeit war der Freitag aber auch ein beliebter Hochzeitstermin, ein Glückstag. Was primär daran lag, dass man drei Tage durchfeiern konnte.

Im 20. Jahrhundert verfestigte sich der Aberglaube in Deutschland mit dem Börsenkrach des «Schwarzen Freitags» im Jahr 1927. In Wahrheit begann der Börsenkollaps damals schon am Donnerstag.

Auch in unserer Zeit bildet sich bereits ein passendes «Brauchtum»: Freitag, der 13. ist ein beliebter Termin für die Aktivierung von Computerviren.

13 Tipps gegen das Unheil

Hier einige Tipps, wie Abergläubige sich an diesem Tag vor Unheil schützen können:

1.Pfeilspitze:
Eine Pfeilspitze als Amulett getragen dient zur Abwehr von Übel

2. Glocke
Klauen Sie Ihrer Katze das Halsband und binden Sie es sich selber um. Die Glocke wird nämlich verwendet, um schlechte Einflüsse abzuwehren. In Legenden heisst es, dass Dämonen den Ton der Glocken nicht ausstehen können.

3. Amulett
Katzen, die auf einer Brosche oder einem Amulett getragen werden, bringen Glück.

4. Stecknadel
Suchen Sie auf der Strasse eine Stecknadel. Wenn Sie eine finden, bringt's Glück.

5. Kiefernzapfen
Kiefernzapfen sind ein leistungsfähiges Schutzamulett gegen böse Kräfte.

6. Spinne
Landet eine Spinne auf Ihrer Kleidung landet, gilt es als Glück.

7. Hahnenschrei
Stehen Sie nicht vor dem ersten Hahnenschrei auf, denn der beendet erst die Herrschaft der nächtlichen Dämonen.

8. Gähnen
Gähnen Sie am Freitag, den 13. bloss nicht. Laut Überlieferung ist Gähnen gefährlich, weil der Teufel dann in Mückengestalt in den Körper fahren könne. Darum immer schön die Hand vor den Mund!

9. Schornsteinfeger
Bestellen Sie sich doch einfach den Schornsteinfeger ins Haus. Er bringt Glück. Russ gilt als Abwehrmittel gegen den Bösen Blick, Hexen und Teufel. Deshalb sollten Sie dem Schornsteinfeger unbedingt anfassen und ein wenig Russ an den Fingern behalten.

10. Porzellan
Zerdeppern Sie Porzellangeschirr. Das Klirren vertreibt die bösen Geister.

11. Katzen
Holen Sie sich ein Kätzchen nach Hause. Eine schwarze Katze bringt Glück, eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.

12. Gewürznelke
Kauen Sie auf einer Gewürznelke. Hilft nicht nur gegen Zahnschmerzen, sondern soll auch böse Flüche und Verwünschungen abwehren.

13. Hufeisen
Ein Hufeisen bringt Glück und wehrt Unheil ab - aber nur, wenn man es selbst findet. Dann am Besten über der Haustür anbringen. Aber mit der Öffnung nach oben, damit das Glück nicht heraus fällt.

(rr/Quelle: www.firstnews.de)

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