Freiwillige für simulierte Weltraumreise gesucht
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 20:20 Uhr

Le Bourget - Europas Raumfahrtagentur ESA sucht ein Dutzend furchtlose Zeitgenossen. Sie sollen sich in bis zu 520 Tage langen Tests unter fast echten Bedingungen auf eine simulierte Weltraumreise zum Mars begeben.

200 Franken am Tag bekommt, wer sich in ein Raumschiff-Nachbau einsperren lässt.
200 Franken am Tag bekommt, wer sich in ein Raumschiff-Nachbau einsperren lässt.
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Bei der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris rief die ESA Freiwillige auf, sich für den Versuch zu melden, der zu den anspruchsvollsten Experimenten der Raumfahrtgeschichte zählt.

Wer sich bei dem gemeinsam mit russischen Partnern ausgeführten Langzeit-Test in einen Raumschiff-Nachbau einsperren lässt, soll dafür 120 Euro (200 Franken) am Tag bekommen, wie ESA-Forscher Marc Heppener sagte.

Hin- und Rückreise bis zum Mars dauern fast zwei Jahre. In dieser Zeit seien Frauen und Männer an Bord eines bemannten Raumschiffs auf sich selbst gestellt, betonte die ESA.

Widerstandsfähigkeit gegen Stress wichtig

Die Freiwilligen für die Hauptstudie und für ein bis zwei 105-tägige Vorstudien würden «nach ähnlichen Kriterien ausgewählt, wie sie beim Auswahlverfahren für ESA-Astronauten gelten», betonte die ESA. Allerdings liege diesmal mehr Gewicht auf psychologischen Faktoren und Widerstandsfähigkeit gegen Stress als auf körperlicher Fitness.

Die Meldefrist läuft bis zum 30. September. Die Tests sollen Mitte kommenden Jahres in einer Moskauer Vorstadt anlaufen. Abgeschottet von der Aussenwelt müssen sich die Teilnehmer in 200 Quadratmeter grossen Metalltanks voller High-Tech-Gerätschaften eineinhalb Jahre lang vertragen und eine Reihe Herausforderungen meistern.

(smw/sda)

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