Anerkennung motiviert
Freiwilligenarbeit: Gleiche Prioritäten wie im Job
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2012 / 13:48 Uhr
Die Freiwilligen werden durch die Anerkennung motiviert.
Die Freiwilligen werden durch die Anerkennung motiviert.

Zürich - Egal ob Fahrdienst, Beratungstelefon oder Seniorenbetreuung: Damit Freiwillige einer Organisation lange treu bleiben, muss diese professionell organisiert sein. Gemäss einer ETH-Umfrage zählen dabei die gleichen Kriterien wie in der Arbeitswelt.

Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
1 Meldung im Zusammenhang
Auf die Selbstlosigkeit und die soziale Ader ihrer freiwilligen Helfer sollten sich Non-Profit-Organisationen lieber nicht zu stark verlassen. Ist das Hilfswerk schlecht organisiert oder bindet die Freiwilligen nicht genügend ein, sinkt die Motivation rapide.

Das zeigen die Umfrage-Ergebnisse, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die ETH befragte über 2000 Freiwillige über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, um herauszufinden, weshalb sie einer Hilfsorganisation verbunden bleiben. Die Befragten waren für die Pro Senectute, das Rote Kreuz, Caritas und die Dargebotene Hand tätig und arbeiteten durchschnittlich fünf Stunden pro Woche.

Motivation durch Anerkennung

Die Ergebnisse zeigen, dass neben einer guten Organisation vor allem die kompetente Begleitung wichtig ist. Die Helfer müssen sich eingebunden fühlen. Dazu gehört auch, dass sie Aufgaben komplett übernehmen und selbständig Entscheidungen treffen dürfen. Für die Motivation von Freiwilligen seien somit ähnliche Kriterien ausschlaggebend, wie bei normaler Erwerbsarbeit, schreibt die ETH.

Die Hilfswerke sollten darauf verzichten, ihren Helfern allzu sehr auf die Finger zu schauen. Gemäss den Umfrage-Ergebnissen wirkt sich das Gefühl des Kontrolliert-Werdens negativ auf die Identifikation mit der Organisation aus.

Motiviert werden die Freiwilligen in erster Linie durch die Anerkennung, die sie durch ihre Tätigkeit erfahren. Es sei allerdings erstaunlich, welche Anerkennung am wichtigsten sei, schreibt die ETH. Entscheidend sei nämlich nicht in erster Linie die des Klienten, also des Betreuten, sondern die Anerkennung durch das private Umfeld.

1,3 Millionen leisten Freiwilligenarbeit

Von den Befragten gaben über 70 Prozent über den ganzen Zeitraum der Untersuchung an, mit ihrer Tätigkeit äusserst zufrieden zu sein. Die untersuchten vier Organisationen machten also schon sehr viel richtig, schreibt die ETH. Laut Schätzungen sind rund 1,3 Millionen Schweizerinnen und Schweizer als Freiwillige tätig.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ein Drittel der Bevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren leistet Freiwilligenarbeit - in einer Institution wie einem Verein, oder ... mehr lesen
Freiwilligenarbeit in der Schweiz 2010.
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Schleuserbanden machen sich das durch den Bürgerkrieg in Libyen entstandene Chaos zunutze, um immer mehr Migranten Richtung Europa zu schicken.
Schleuserbanden machen sich das durch den Bürgerkrieg in Libyen ...
Flüchtlinge  Toulon - Mehr als 3400 Bootsflüchtlinge sind am Samstag im Mittelmeer gerettet worden. Bei mehreren Einsätzen vor der Küste Libyens seien insgesamt 3427 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte die italienische Küstenwache in der Nacht auf Sonntag mit. 
Hunderte Flüchtlinge werden noch vermisst. (Archivbild)
EU reagiert mit Zehnpunkte-Plan auf Kritik an Flüchtlingspolitik Genf/Rom/Athen - Nach den jüngsten Unglücken im Mittelmeer mit Hunderten Toten macht die EU ... 4
Möglicherweise mehr als 330 Tote bei Flüchtlingsdrama Rom - Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor Lampedusa kamen ... 2
In Seenot geraten  Toulon - Ein französisches Marineschiff hat im Mittelmeer vor der libyschen Küste mehr als 200 in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet. Das Patrouillenboot war für den «Triton»-Einsatz unter Leitung der EU-Grenzschutzagentur Frontex unterwegs.  
Kapitän nach Flüchtlingsdrama in Haft Catania - Nach dem Unglück im Mittelmeer mit vermutlich 800 Toten sind der Kapitän des Flüchtlingsschiffs und ein ... 2
Titel Forum Teaser
Friedemann Mattern ist Professor für Informatik an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Sparen Computer Energie? Computer und Kommunikationsnetze benötigen Strom; sie sind für ein ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 11°C 13°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 10°C 15°C bedeckt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 13°C 17°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 12°C 19°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 12°C 19°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 13°C 19°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 14°C 19°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten