Fréjus-Tunnel: Belüftung war zu schwach
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 19:16 Uhr

Rom - Das Belüftungssystem im Fréjus-Tunnel, in dem bei einem Brand Anfang des Monats zwei Lastwagenfahrer ums Leben kamen, ist nicht leistungsstark genug gewesen.

Das Belüftungssystem war für den Unfall nicht ausreichend. (Bild: Archiv)
Das Belüftungssystem war für den Unfall nicht ausreichend. (Bild: Archiv)
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Die Entlüftung sei nur für kleinere Brände vorgesehen gewesen, zitierte die italienische Nachrichtenagentur Ansa die zuständige Staatsanwaltschaft.

Nach Ansicht von Fachleuten wäre sie zum Beispiel hinreichend wirksam gewesen, wenn zwei Autos und ein Kleinlaster in Flammen gestanden hätten. Das Feuer im Tunnel habe aber eine viel grössere Hitze entfaltet.

Zwei Tote

Bei dem Brand waren zwei slowakische Lastwagenfahrer gestorben. Vermutlich war ein mit Reifen beladener Lastwagen in Brand geraten. Der Alpentunnel Fréjus verbindet Modane im französischen Verwaltungsgebiet Rhône-Alpes mit der italienischen Stadt Bardonecchia.

Durch die 12,8 Kilometer lange Röhre läuft ein Grossteil des Schwerlastverkehrs in der Region. Zu Entlastung wurde im Jahr 2003 der Mont-Blanc-Tunnel nach fast vierjähriger Sperrung für schwere Lastwagen wieder in beide Richtungen geöffnet.

Im Mont-Blanc-Tunnel waren am 24. März 1999 bei einer Brandkatastrophe nach einem Lastwagen-Unfall 39 Menschen ums Leben gekommen.

(bert/sda)

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