«Freunde Syriens» beraten in Istanbul
publiziert: Sonntag, 1. Apr 2012 / 08:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Apr 2012 / 11:35 Uhr

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die bisherige Reaktion der syrischen Führung auf den Friedensplan des internationalen Sondergesandten Kofi Annan scharf kritisiert. Die internationale Gemeinschaft müsse mit einer Stimme gegen Assad vorgehen, forderte er.

4 Meldungen im Zusammenhang
Das Regime von Präsident Baschar al-Assad gehe weiter mit Gewalt gegen die Opposition vor, sagte Erdogan am Sonntag in Istanbul zum Auftakt eines Kontaktgruppentreffens der «Freunde Syriens», zu dem Vertreter von mehr als 70 Staaten und internationalen Organisationen anreisten.

«Das Blutvergiessen muss beendet werden. Die Herrn Annan gegenüber gemachten Versprechen wurden nicht eingehalten. Das Regime setzt Morde und Massaker fort», sagte Erdogan. «Dem syrischen Regime sollte nicht erlaubt werden, diesen Plan zu manipulieren, um weitere Zeit zu gewinnen.» Die Forderungen müssten umgehend erfüllt werden.

Assad hatte erklärt, er akzeptiere den Plan Annans, wolle ihn jedoch erst umsetzten, wenn die Opposition ihre Waffen abgibt. Der Plan sieht unter anderem einen Zugang für humanitäre Hilfe und ein Ende der Militäroperationen vor.

Die Kontaktgruppe der «Freunde Syriens» nimmt in Istanbul einen zweiten Anlauf zur Lösung des blutigen Konfliktes in dem arabischen Land. Bei dem Treffen soll über einen Rückzug syrischer Streitkräfte aus Städten des Landes sowie humanitäre Hilfe gesprochen werden, teilte das türkische Aussenministerium mit.

Kritik aus Syrien

Das syrische Regime verurteilte die Konferenz als Teil einer internationalen Verschwörung gegen das Land. Auf dem Treffen wollten regionale und internationale Kräfte Wege finden, noch mehr Syrer zu töten, die Gesellschaft und das Land zu sabotieren sowie sich ihrem Ziel einer Schwächung Syriens anzunähern, hiess es in einem Leitartikel der staatlichen Zeitung «Al Baath».

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Istanbul/Teheran - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geht im Streit um das iranische ... mehr lesen
Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild)
Genf - Der syrische Machthaber Baschar al-Assad soll als erster die Gewalt beenden. Assad müsse den ersten Schritt machen, ... mehr lesen
Kofi Annan möchte, dass die Syrier den Friedensplan sofort umsetzen.
Peking - Die syrische Regierung hat den Friedensplan des Sondergesandten von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan, akzeptiert. Nach Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking begrüsste Annan am Dienstag in Peking die «positive» Antwort der syrischen Führung. mehr lesen 
Die Attentäter rechtfertigen ihre Taten auf dem Sinai als Vergeltung dafür, dass seit Mursis Sturz mehr als 1400 seiner Anhänger getötet wurden. (Symbolbild)
Die Attentäter rechtfertigen ihre Taten auf dem Sinai ...
Ägypten  Kairo - Bei einem Bombenanschlag auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens 25 Soldaten getötet worden. Nach amtlichen Angaben explodierte an einer Strassensperre der Armee nahe der Stadt Al-Arisch eine Autobombe. 
Brüchige Waffenruhe  Moskau - Zwei Tage vor der Parlamentswahl in der Ukraine hat die Europäischen Union dem ...  
Angela Merkel und Vladimir Putin. (Archivbild)
Ukraine soll in Donezk laut HRW Streubomben eingesetzt haben Berlin - Schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Armee: Gemäss der ...
Eine Streubombe soll den Schweizer IKRK-Mitarbeiter in Donezk getötet haben. (Symbolbild)
EU-Chefs ringen um Zukunft der Ukraine Mailand - Gross waren die Hoffnungen auf etwas Entspannung in der Ukraine-Krise. ...
Spitzentreffen mit Putin und Poroschenko zur Ukraine in Mailand Mailand - Im Bemühen um einen Frieden in der Ukraine sind ...
Internet soll über den Islam aufklären und Ausreise verhindert werden.
Innenministertreffen  Zürich - Die Bedrohung durch Extremisten, die im Ausland gekämpft haben und nach Europa ...  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Ja und wir Christen haben es mit einem Gott zu tun, der seinen eigenen Sohn jämmerlich am Kreuz verrecken lässt. Ist das ... gestern 18:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Für mich ist die EU keineswegs ein Feindbild, schon gar nicht, wenn ich mir unsere Exporte ... gestern 17:45
  • Odyss aus Sachseln 1
    Schützenhilfe aus D Kavallerie, Zuckerbrot und Peitschen (P. Steinbrück) sind aus der ... gestern 14:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Wer... darauf gehofft hatte, die Türkei würde gegen den IS ins Feld ziehen und ... gestern 10:29
  • EdmondDantes1 aus Zürich 12
    oder wes Brot ich ess, des Lied ich sing da haben Sie die Scheinheiligkeit der Dame gut auf den Punkt gebracht. ... gestern 07:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    PKK-Führer... Öcalan hockt auf der Insel Imrali im Gefängnis und hält sich in diesem ... Do, 23.10.14 15:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Das... kleine Israel muss sich behaupten in einer Region, wo sich regelmässig ... Do, 23.10.14 10:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2515
    Motive? Täter? Wird sich zeigen. Heute wird jedenfalls noch die ... Mi, 22.10.14 20:06
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 4°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 4°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 6°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten