Friedliche Lösung gesucht
publiziert: Montag, 11. Apr 2005 / 17:58 Uhr / aktualisiert: Freitag, 29. Jul 2005 / 11:01 Uhr

Neu Delhi - Indien und China haben in einem Abkommen den Willen betont, ihren jahrzehntealten Streit um die Grenze im Himalaya beizulegen.

Die ungeklärte Grenze im Himalaya ist ein Streitpunkt.
Die ungeklärte Grenze im Himalaya ist ein Streitpunkt.
Das gaben Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und sein indischer Amtskollege Manmohan Singh in Neu Delhi bekannt.

In der gemeinsamen Erklärung versicherten die Regierungschefs, beide Länder seien bereit, nach einer fairen, vernünftigen und von beiden Seiten akzeptierten Lösung zu suchen.

Als vertrauensbildende Massnahme soll die Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Länder verbreitert und vertieft werden, wie es in einer gemeinsamen Erklärung weiter hiess.

Die anfänglich guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten nach 1947 hatten sich Ende der 50er Jahre verschlechtert. Dazu trugen die konkurrierende Ansprüche in Tibet bei und damit verbunden seit der Kolonialzeit Indiens ungeklärte Grenzen im Himalaya.

Flucht des Dalai Lama

Nach der Flucht des Dalai Lama 1959 nach Indien spitzte sich die Lage zu. China erhob im westlichen Abschnitt der 4000 Kilometer langen Grenze Anspruch auf die Region Aksai Chin in Kaschmir und auf die Gebiete südlich des Himalaya-Kammes wie Bhutan, Sikkim und Arunchal Pradesch, die religiös mit dem von China annektierten Tibet verbunden waren.

1962 kam es zu einem kurzen Grenzkrieg. Chinesische Truppen besetzten das Aksai-Chin-Gebiet in Kaschmir und rückten im Osten vorübergehend bis ins Brahmaputratal vor. Seither schwelte der Konflikt weiter.

Durchbruch 2003

Im Streit um Sikkim konnten die Nachbarn 2003 einen Durchbruch erzielen: China erkannte indirekt die indische Hoheit über das ehemalige Königreich an. Zudem wurde ein Grenzübergang geöffnet, der seit dem Grenzkrieg 1962 geschlossen war. Das neue Abkommen zwischen den beiden Atommächten dürfte nun eine neue Phase einläuten.

Die beiden Regierungschefs unterzeichneten in der indischen Hauptstadt aber noch andere Abkommen. Eines sieht die wirtschaftliche Zusammenarbeit bis hin zu einer Freihandelszone vor.

(sl/sda)

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