Fritz Züger kehrt zurück
publiziert: Dienstag, 19. Apr 2005 / 12:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Apr 2005 / 13:38 Uhr

Der neue Frauen-Chef Osi Inglin holt Fritz Züger in den Schweiz. Skiverband zurück.

Der 51-jährige Bündner wird die Kombi-Equipe mit Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten leiten, sich aber auch mit Sonja Nef und Marlies Oester beschäftigen.

Künftig wird es im Frauen-Team nur noch zwei Hauptgruppen geben. Für die Speed-Gruppe bleibt weiterhin der Franzose Jean-Philippe Vulliet zuständig. Züger wird assistiert durch Hansueli Bösch, der sich vornehmlich Sonja Nef und den Technikerinnen widmen wird. Ob zu Nef und Oester noch eine weitere Spezialistin stossen wird, ist zurzeit offen.

Nef hat Lust aufs Weitermachen

Damit ist auch ziemlich klar, dass Nef -- wie Marlies Oester und Bruno Kernen -- ihre Karriere fortsetzen wird. "Wir gehen davon aus", sagt Osi Inglin. "Die Anzeichen sind positiv. Sonja weilt zurzeit noch in den Ferien, sie möchte ihren definitiven Entscheid aber selber mitteilen."

Für das Weitermachen von Nef spricht auch die temporäre Rückkehr von Hansueli Bösch, der Sonja Nef von Kindsbeinen an kennt. Der 45-jährige Ostschweizer arbeitete schon in den Neunzigerjahren bei Swiss-Ski und wanderte dann in die Privatwirtschaft ab. Er ist in einem Mandatsverhältnis angestellt und wird erst im September voll einsteigen, bei Bedarf aber schon vorher zu Verfügung stehen.

Aus der Not eine Tugend

Stefan Abplanalp, der letztjährige Betreuer von Styger und Aufdenblatten, wird (für Franz Kohlhuber) zur Speed-Gruppe wechseln und Jean-Philippe Vulliet assistieren. Dieser ist geblieben, obwohl er vom französischen Verband, wo er schon früher tätig war, einen Chefposten offeriert bekam. Nati- und A-Kader-Status haben von den Abfahrerinnen derzeit nur Sylviane Berthod und Catherine Borghi.

"Unsere Spitze ist schmal. Das ermöglicht uns, flexibel zu sein und eng zusammenzuarbeiten", sagt Inglin und macht aus der Not eine Tugend. So werden Berthod und Borghi auch mit Zügers Kombi-Gruppe trainieren. Sonja Nef ist stärker ins Team integriert als früher, wird aber, vor allem in der Vorwettkampfphase, weiterhin (zusammen mit Oester) eigene Wege gehen können.

Inglin/Züger - eine alte Seilschaft

Osi Inglin und Fritz Züger arbeiteten schon früher zusammen. In den Jahren 2000 bis 2002 war Züger Abfahrtstrainer, Inglin -- als indirekter Nachfolger von Züger -- Betreuer der Kombi- und Technik-Gruppe um Michael von Grünigen. Beide verliessen in der "Aera Frehsner" Swiss-Ski, Inglin gleich zu Beginn, als er sich mit der Philosophie des "eisernen Karls" nicht anfreunden konnte, Züger nach unbedachten Äusserungen.

Nach zwei Jahren Liechtenstein ist Züger damit zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Er betreute seinerzeit Doris de Agostini, Ariane Ehrat und die deutsche Top-Fahrerin Irene Epple als Servicemann und stieg über den Europacup ins Trainer-Metier ein. Im Weltcup feierte er mit von Grünigen und Co. eine Serie von 21 Podestplätzen in Folge.

Tieferes Budget

"Jeder Wechsel eines Männer-Trainers zu einem Frauen-Team hat bisher einen Aufschwung gebracht", ist Züger optimistisch, "das war auch bei Frehsners Wechsel nach Österreich so." Die Frauen seien imstande, gleich hart und konsequenz zu trainieren wie die Männer, ist Züger überzeugt: "Es gibt keine, die das nicht will. Wenn wirs nur halbwegs richtig machen, MUSS es aufwärts gehen."

Inglin und seine Crew müssen die Olympia-Saison mit einem wesentlich tieferen Budget in Angriff nehmen als im letzen Winter. Gemäss Swiss-Ski-Communiqué stehen allein der Frauen-Mannschaft 400 000 Franken weniger zur Verfügung als im Vorjahr. "Wir müssen uns zur Decke strecken", sagt Inglin, "so musste ich auf die Einstellung eines ´hochinteressanten´ Trainers verzichten. Die Qualität wird trotzdem nicht darunter leiden."

Einen "Neuen" stellte Inglin gleichwohl ein. Für die so genannte "Integrationsgruppe", in der die verletzten Fahrerinnen zusammengefasst werden, verpflichtete er den 33-jährigen Kanada-Schweizer Thedy Brändli. Dieser war Testfahrer bei Inglins früherem Arbeitgeber Stöckli und soll ein gutes Auge für technische Abläufe haben. Brändli fuhr für Kanada Europacup- und CanAm-Rennen und engagierte sich in der Schweiz im Skilehrerwesen. Und bei den Skilehrer-Meisterschaften liess er immerhin einen wie Michael von Grünigen hinter sich...

(rp/Si)

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