Einige schon unterwegs
Frösche und Kröten treten Wanderung heuer früher an
publiziert: Dienstag, 16. Feb 2016 / 18:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Feb 2016 / 22:26 Uhr
Die Amphibien suchen schon bald bei günstiger Witterung ihre Laichplätze auf.
Die Amphibien suchen schon bald bei günstiger Witterung ihre Laichplätze auf.

Bern - Das milde Wetter lockt die Frösche und Kröten früher als üblich aus ihren Erdlöchern. Für Helfergruppen im Flachland wird es deshalb Zeit, die Zäune aufzustellen.

2 Meldungen im Zusammenhang
Vielerorts haben die Amphibien ihre Wanderungen zu den Laichgewässern bereits begonnen. «Heuer sind sie etwas früher dran wegen der hohen Temperaturen, wie wir sie zum Beispiel vorletzte Woche hatten», sagte Silvia Zumbach von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Allerdings habe es auch in anderen Jahren schon Amphibienwanderungen in der ersten Februarhälfte gegeben, sagte Zumbach.

Wann die Tiere sich im Frühling zu ihren Laichplätzen aufmachen, hängt von der Witterung ab. Frösche, Kröten und Molche mögen es feucht und werden ab etwa 5 Grad aktiv. Deshalb schwankt der Zeitraum der Froschwanderungen von Jahr zu Jahr.

Als erste machen sich in der Regel die Grasfrösche auf den Weg. Meistens fällt die Mehrheit ihrer Zugnächte in den Zeitraum vom 20. Februar bis zum 3. April.

Weil der Winter bisher eher zu warm war, wurden einzelne Amphibien sogar schon im Dezember und Januar gesichtet, wie Zumbach sagte. In den vergangenen Tagen war die Witterung für die Kröten zwar nicht günstig. Doch sobald die Temperatur nachts nicht unter 5 Grad sinkt, dürften sie sich wieder auf Wanderschaft machen.

Auf der Strasse lauert der Tod

Die Tiere müssen auf dem Weg von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern oft Strassen überqueren, was für sie zur Todesfalle werden kann. Genau das versuchen zahlreiche Rettungsaktionen zu verhindern.

An den meisten bekannten Zugstellen versperren ab Mitte Februar provisorische Zäune den Amphibien den Weg. In Fangkübeln warten die Tiere dann auf die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sie sicher über die Strasse tragen.

Im Jahr 2015 haben rund 80 Helfergruppen ihre Fangstatistiken der karch gemeldet. Alleine an diesen Zugstellen wurden so landesweit gut 169'000 Amphibien gerettet.

Bekannte Zugstellen im Internet

Um Freiwillige noch besser zu vernetzten, stellt die karch neu ein Tool im Internet bereit. Darauf sind die Zugstellen ersichtlich, für die zur diesjährigen Frühjahrswanderung noch Helfer gesucht werden.

Manche der rund 1000 bekannten Zugstellen sind permanent gesichert, etwa mit einer Amphibienunterführung. Doch auf einigen Strassenabschnitten bleiben die Frösche und Kröten auf sich gestellt.

Silvia Zumbach von der karch rät Autofahrerinnen und Autofahrern, bekannte Zugstellen bei entsprechender Witterung wenn möglich zu umfahren. Zudem sei es angebracht, die Geschwindigkeit zu drosseln und wenn es die Verkehrssituation zulasse, die Warnleuchten einzuschalten und den Tieren auszuweichen. «Fährt man aber schneller als 40 Kilometer pro Stunde, sterben die Amphibien im Fahrtwind», warnte Zumbach.

http://lepus.unine.ch/zsdb/index.php?lang=de

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Basel - In den 1960er Jahren wurde der Seefrosch für den menschlichen Verzehr nach Mitteleuropa importiert und gelangte ... mehr lesen
Der Seefrosch kann sich mit einheimischen Amphibien kreuzen.
Mehr Menschlichkeit für Tiere.
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
.
Publinews Kommen Sie vorbei und geniessen Sie im Plättli Zoo in Frauenfeld einige unvergessliche Stunden und hautnahe, tierische Erlebnisse. mehr lesen  
Publinews Ein fesselndes Erlebnis für gross und klein im Herzen des Kantons Graubünden. Besuchen Sie das Bündner Naturmuseum in Chur und entdecken Sie die natürliche Vielfalt des grössten Kantons der Schweiz. mehr lesen  
Publinews Wegen des grossen Erfolges und der Brisanz des zu Grunde liegenden Themas wurde die ... mehr lesen  
.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tier ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 14°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 12°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 11°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 14°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten