Knatsch um die 4x100-m-Staffel
Fronten zwischen Kambundji und Meuwly verhärtet
publiziert: Samstag, 30. Apr 2016 / 14:18 Uhr
Mujinga Kambundji zog sich Mitte März aus der Staffel zurück.
Mujinga Kambundji zog sich Mitte März aus der Staffel zurück.

Nach dem (vorläufigen) Rückzug von Mujinga Kambundji Mitte März aus der 4x100-m-Staffel äusserten sich alle Beteiligten erstmals zum Knatsch. Klar ist, dass die Fronten zwischen der schnellsten Schweizer Sprinterin und Staffel-Trainer Laurent Meuwly verhärtet sind.

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Anlässlich einer Medienkonferenz von Swiss Athletics und Weltklasse Zürich am Donnerstag im Zürcher Letzigrund äusserte sich Mujinga Kambundji klar und deutlich: «Ich laufe sehr gerne in der Staffel und möchte im nächsten Jahr auch wieder dabei sein - allerdings unter einem anderen Trainer.»

Mit ihrem Rückzug Mitte März löste die Bernerin, die ihre Trainingsbasis in Mannheim hat, Ärger aus. Meeting-Starts und die Termine der Staffel-Zusammenzüge seien mit Rücksichtnahme auf Kambundji angesetzt worden, sagte Coach Laurent Meuwly am Freitag in Lausanne. Für das Trainingslager der Staffel in Südafrika erhielt die Schweizer Rekordhalterin über 100 m und 200 m einen Dispens. Das Tischtuch zwischen den beiden ist offensichtlich zerschnitten. «Ich kann Energie sparen und muss mich nicht mehr ärgern», sagte Kambundji auf die Frage, was sie sich vom Verzicht auf die Staffel erhoffe.

Nach dem Rückzug Kambundjis und demjenigen von Lea Sprunger aufgrund des Wechsels auf die 400-m-Hürdenstrecke sind vom einst so erfolgreichen Quartett, das im Vorfeld der Heim-EM in Zürich als Poster-Girls fungiert hatte, nur noch Ellen Sprunger und Marisa Lavanchy im Projekt mit dabei. Der Fokus Ellen Sprungers liegt aber auch im Olympiajahr auf dem Siebenkampf, und Lavanchy schlägt sich seit Monaten mit gesundheitlichen Problemen herum.

Jungen müssen in die Bresche springen

Laut Meuwly liegt es nun an den Jungen, Verantwortung zu übernehmen. Der Freiburger ist motiviert, im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio um die Nachwuchs-Athletinnen Salomé Kora, Sarah Atcho und Ajla Del Ponte ein neues Team aufzubauen - sofern der Verband ihn machen lässt. «Das Talent ist vorhanden.» Die Zielsetzung an den Europameisterschaften in Amsterdam Anfang Juli sei der Einzug in den Final. In Bestbesetzung, für die auch die Hürdensprinterin Noemi Zbären in Betracht gezogen werden müsste, hätten die Schweizerinnen Aussenseiterchancen im Kampf um die Medaillen.

Meuwly wird in seinem derzeitigen Handeln von Peter Haas unterstützt. Aus Sicht des Chefs Leistungssport von Swiss Athletics ist das letzte Wort in der ganzen Sache aber noch nicht gesprochen, auch wenn Kambundji eine Rückkehr in das Projekt in der Olympia-Saison zum jetzigen Zeitpunkt ausschliesst. «Die Fronten sind verhärtet. Aber undenkbar ist nichts», sagte Haas.

(arc/Si)

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