Fuchsbandwurm-Erkrankungen nehmen zu
publiziert: Montag, 1. Sep 2008 / 21:40 Uhr

Zürich - Weil Füchse vermehrt in städtischen Gebieten leben, hat die Anzahl Fuchsbandwurm-Erkrankungen beim Menschen deutlich zugenommen. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, wie die Universität Zürich mitteilte.

Unklar ist, wie die Wurmeier zum Mensch gelangen.
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Die Krankheit sei immer noch sehr selten, betont Beat Müllhaupt von der Klinik für Gastroenterologie am Universitätsspital Zürich. Die Zunahme sei jedoch deutlich und mit dem Vorrücken des Fuchses in städtische Gebiete zu erklären.

In den Jahren zwischen 1956 und 1992 sind durchschnittlich sechs Personen in der Schweiz an Fuchsbandwürmern erkrankt. Ab 1992 sei diese Zahl merklich gestiegen, sagt Müllhaupt. Heute erkranken rund 17 Personen pro Jahr.

Teure Behandlung

Der Fuchs scheidet die Wurmeier mit dem Kot aus. Auf welchem Weg der Mensch diese aufnimmt, ist nicht genau geklärt. Müllhaupt vermutet, dass diese über Salat oder Beeren in den menschlichen Organismus kommen.

Die Behandlung eines Patienten kostet im Durchschnitt 182'000 Franken. Dabei werde der Wurm chirurgisch entfernt, meist in Kombination mit medikamentöser Behandlung. Auch wenn die Erkrankung mittlerweile behandelt werden könne, sinke die Lebenserwartung eines Erwachsenen um durchschnittlich 3 Jahre, so die Mitteilung.

Tödliche Folgen

Im Jahr 1970, als eine medikamentöse Behandlung noch nicht möglich war, verkürzte sich die Lebensdauer eines Menschen wegen des Wurmes um durchschnittlich fast 20 Jahre.

Der Fuchsbandwurm befällt vor allem die Leber und verhält sich dort wie ein bösartiger Tumor, der das Gewebe zerstört. Er kann sich aber auch in Lunge, Knochen und Hirn einnisten. Unbehandelt endet die Erkrankung innerhalb von zehn Jahren in über 90 Prozent der Fälle tödlich.

(ht/sda)

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