Führerschein auf Zeit für über 70-Jährige gefordert
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 17:52 Uhr

Bern - Über 70-Jährige sollen inskünftig den Führerschein nur noch auf zwei Jahre beschränkt erhalten.

Es gibt schon heute Möglichkeiten zur medizinisch indizierten Einschränkung von Fahrbewilligungen.
Es gibt schon heute Möglichkeiten zur medizinisch indizierten Einschränkung von Fahrbewilligungen.
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Für eine Verlängerung soll ein ärztlicher Attest nötig sein. Diese Forderung stellt die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD).

Ausgearbeitet wurde das Projekt von der Interkantonalen Kommission für den Strassenverkehr (IKST) des KKJPD. Deren Papier «Führerzulassung aufgrund periodischer Kontrolluntersuchungen» wurde von der KKJPD angenommen.

Bereits heute sieht die Verkehrszulassungsverordnung (VZV) für über 70-jährige Fahrzeuglenker alle zwei Jahre ärztliche Kontrolluntersuchungen vor. Die Senioren werden dazu vom Strassenverkehrsamt aufgefordert.

Dabei gebe es aber oft erhebliche Verzögerungen, bis ein Untersuch stattfinde, sagte der IKST-Präsident und Aargauer Regierungsrat Kurt Wernli auf Anfrage.

Vorschlag sei unflexibel und altersdiskriminierend

Die KKJPD strebt nun einen Paradigmenwechsel an: Indem die Gültigkeit des Fahrausweises für über 70-Jährige auf zwei Jahre beschränkt würde, wären diese gezwungen, sich einem ärztlichen Attest zu unterziehen, um weiterfahren zu können. Die KKJPD beantragt nun dem Bundesamt für Strassen (ASTRA), eine entsprechende Gesetzesänderung zu prüfen.

Der Schweizerische Seniorenrat bezeichnete den Vorschlag der KKJPD in einem Communiqué als «unflexibel und altersdiskriminierend.». Gezielte, individuelle Massnahmen seien besser geeignet, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Es bestünden bereits Möglichkeiten zur medizinisch indizierten Einschränkung von Fahrbewilligungen, indem etwa Senioren nur bei Tag oder nur innerhalb eines bestimmten Umkreises ihres Wohnorts unterwegs sein dürften.

Weiter beschloss die KKJPD, einheitliche Regeln für die Zulassung privater Sicherheitsunternehmen auszuarbeiten. Heute existierten in der Romandie einheitliche und detaillierte Vorschriften, während es in der Deutschschweiz kantonal unterschiedliche oder gar keine Regeln gebe, schreibt die KKJPD in einem Communiqué.

(smw/sda)

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