Human Rights Watch fordert strenge Kontrollen
Führt Syrien die Beobacher hinters Licht?
publiziert: Mittwoch, 28. Dez 2011 / 12:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Dez 2011 / 14:00 Uhr

New York/Berlin - Menschenrechtler werfen dem syrischen Regime vor, die vor kurzem eingereisten Beobachter der Arabischen Liga zu täuschen. Laut Human Rights Watch soll die Regierung politische Gefangene zu Hunderten aus Haftanstalten in militärische Einrichtungen gebracht haben, zu denen die Experten der Beobachtermission keinen Zugang hätten.

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Ein syrischer Sicherheitsoffizier schätzte die Zahl der umquartierten Gefangenen gegenüber Human Rights Watch auf mindestens 400 bis 600.

Lange hatte sich das syrische Regime gegen die Beobachtermission gesträubt. Kurz nach der Zustimmung aber habe der Offizier die Anordnung zu einem irregulären Transfer der «wichtigen Gefangenen» erhalten.

Vollständiger Zugang gefordert

Ein Gefangener berichtet der Organisation, es seien keine einfachen Kriminellen weggebracht worden, «sondern Menschen, die mit Journalisten zusammengearbeitet haben, Überläufer oder solche, die bei den Protesten mitgemacht haben.»

«Die Arabische Liga muss die Täuschung der syrischen Regierung umgehen, indem sie darauf drängt, den vollen Zugang zu allen Einrichtungen zu bekommen, in denen Gefangenen gehalten werden», forderte die Nahost-Beauftragte von Human Rights Watch, Sarah Leah Whitson.

Beobachter in Syrien attestieren Ruhe in Homs

Die Beobachtergruppe der Arabischen Liga bei ihrem Besuch in der syrischen Protesthochburg Homs nach eigenen Angaben keine besorgniserregenden Entdeckungen gemacht. Sie bezeichnete die Lage als ruhig.

«Einige Plätze sehen ein bisschen durcheinander aus, aber ansonsten gibt es nichts Beängstigendes», sagte der Chef der Beobachtergruppe, der sudanesische General Mustafa al-Dabi nach einer kurzen Visite am Mittwoch im Homs.

«Es war gestern ruhig, und es gab keine Zusammenstösse», sagte er. «Wir haben keine Panzer gesehen aber einige gepanzerte Fahrzeuge.» Allerdings seien weitere Ermittlungen nötig. Die zwanzig Beobachter würden noch längere Zeit in Syrien bleiben.

Nach Berichten von Menschenrechtsgruppen gingen die Sicherheitskräfte in Homs besonders hart gegen Oppositionelle vor. Teile der Stadt seien mit Panzern beschossen worden, es habe dort zahlreiche Tote gegeben.

(bert/sda)

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