Führungskrise verschärft sich
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 19:38 Uhr

Gaza - Der israelische Angriff auf ein Gefängnis in Jericho hat die Führungskrise bei den Palästinensern verschärft.

Das harte Durchgreifen der Israeli bringt die Palästinenserführung in eine schwierige Lage.
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Die Hamas drohte mit einem Abbruch der Koalitionsgespräche mit der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Notfalls werde Hamas ein Kabinett nur aus eigenen Politikern, Technokraten und Vertretern kleiner Parteien bilden, sagte Hamas- Sprecher Sami Abu Suhri in Gaza.

Wochenlange Verhandlungen

Damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass eine Regierung der nationalen Einheit zustandekommt. Nach wochenlangen Verhandlungen will die radikalislamische Hamas am Wochenende ihr Regierungskabinett vorstellen.

Abbas hatte den Auftrag zur Regierungsbildung an den Hamas-Führer Ismail Hanija an die Übernahme der wichtigsten Abkommen mit Israel geknüpft. «Diese Abkommen beinhalten eine klare Anerkennung Israels, was wir völlig ablehnen», sagte Abu Suhri.

«Sie (die Fatah) verlangt von uns die Einhaltung der Abkommen, und wenn Israel sie schamlos bricht, sagt niemand etwas», kritisierte der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat.

Warnung der Weltbank

Die israelische Armee war am Dienstag in Jericho einmarschiert und hatte den Palästinenserführer Ahmed Saadat und mehrere Gefolgsleute aus einer Haftanstalt in ihre Gewalt gebracht.

Die Weltbank warnte derweil in einem Bericht, die Arbeitslosenquote in den Palästinenser-Gebieten könnte in diesem Jahr auf rund 40 Prozent, der Prozentsatz derer, die unterhalb der Armutsgrenze leben, auf 67 Prozent anwachsen.

Der Beauftragte des Nahost-Quartetts, James Wolfensohn, warnte vor einer Einstellung der internationalen Finanzhilfen für die Palästinenser. Die Autonomiebehörde stehe sonst vor einem finanziellen Kollaps, sagte Wolfensohn.

Soldat getötet

Derweil setzte die israelische Armee ihre Einsätze im Westjordanland fort und nahm fünf weitere radikale Palästinenser fest. Bei einem Schusswechsel während der Festnahme wurde ein israelischer Soldat getötet.

In einem anderen Teil des Palästinenser-Gebiets wurden zwei israelische Motorradfahrer von Unbekannten beschossen.

(sda)

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