Tierzuliebe
Fünf Geschenke, die man zum Valentinstag nicht kaufen sollte
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 15:40 Uhr
Eines der Dinge, die man zum Valentinstag nicht verschenken sollte: Kleidung mit Pelzbesatz.
Eines der Dinge, die man zum Valentinstag nicht verschenken sollte: Kleidung mit Pelzbesatz.

Zürich - Am 14. Februar ist Valentinstag und den Detailhändlern stehen umsatzstarke Tage bevor. Damit am Tag der Liebe auch die Tierliebe nicht vergessen wird, hat «Vier Pfoten» eine Liste mit fünf potenziellen Geschenken zusammengestellt, auf die aufmerksame Verbraucher lieber verzichten.

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1. Backwaren mit verarbeiteten Eiern aus Käfighaltung

Während es die Kennzeichnungspflicht bei frischen Eiern Konsumenten erlaubt, sich bewusst für eine tiergerechte Produktion zu entscheiden, ist dies bei verarbeiteten Eiern oft nicht möglich. Für Produkte wie Süssigkeiten oder Backwaren verwenden zahlreiche Nahrungsmittelproduzenten nach wie vor (importierte) Käfigeier. «Manche Produzenten geben die Herkunft der Eier auf den Verpackungen an. Zudem gibt es auch eifreie Alternativen. Oder man backt selbst und verwendet dabei Eier aus biologischer Freilandhaltung», empfiehlt Julie Stillhart, Länderchefin «Vier Pfoten» Schweiz. Seit Jahren fordert die internationale Tierschutzorganisation eine verpflichtende Kennzeichnung für verarbeitete Eier.

2. Schokoladeprodukte mit Palmöl

Schokolade ist ein Klassiker zum Valentinstag. Aber Vorsicht: In vielen Produkten steckt Palmöl. Die Herstellung von Palmöl bringt die Abholzung der Regenwälder mit sich und ist somit ökologisch extrem problematisch. Und sie hat in weiterer Folge für die in den Regenwäldern lebenden Orang-Utans katastrophale Auswirkungen, da diese ihren Lebensraum verlieren. Es existieren jedoch gute Alternativen zu herkömmlichem Palmöl, wie Stillhart erläutert: «Es gibt eigens zertifizierte Produkte von Schweizer Anbietern, bei denen nachhaltiges Palmöl verwendet wird.»

3. Lebende Tiere

Leider werden zum Valentinstag auch immer wieder lebende Tiere verschenkt. Auch wenn die Freude zunächst gross ist, fallen viele Tiere ihren neuen Besitzern schnell zur Last. Da sie vom Umtausch ausgeschlossen sind, landen jedes Jahr tausende Vierbeiner in Tierheimen oder auf der Strasse. Stillhart appelliert daher an die Verantwortung jedes Einzelnen: «Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben», sagt sie. «Unser Vorschlag: Schenken Sie Ihrem Schatz eine Patenschaft, zum Beispiel für einen unserer Bären in den «Vier Pfoten» Bärenparks. Auch Löwen-, Streuner-, oder Orang-Utan-Patenschaften werden angeboten. Damit machen Sie den Valentinstag sowohl für die beschenkte Person als auch für die Tiere zu etwas ganz Besonderem.» Mehr Infos unter www.vier-pfoten.ch/geschenkpatenschaft

4. An Tieren getestete Kosmetika

Noch immer existieren viele Kosmetikartikel, die mit Hilfe von Tierversuchen entstehen. Weil das Interesse an tierversuchsfreien Produkten stetig wächst, gibt es glücklicherweise schon einige Labels, die solche anbieten. Julie Stillhart von «Vier Pfoten» empfiehlt, sich an diese Anbieter zu halten und nennt Beispiele: «Es gibt beispielsweise das bekannte springende Kaninchen des Humane Cosmetics Standard und die Veganblume, welche tierversuchsfrei produzieren. Auch bekannte Marken wie Weleda oder Lush setzen auf tierversuchsfreie Kosmetik.»

5. Pelz

Auch wenn sich der Pelz nun, anders als früher, nicht mehr unbedingt als klassischer Mantel zeigt, sondern immer öfters als Besatz beispielsweise an Krägen, müssen Tiere weiterhin unter grausamsten Bedingungen leben und sterben. Das Tragen von Pelz ist in den letzten Jahren leider wieder salonfähig geworden. «Nur für die Eitelkeit der Leute müssen Pelztiere unter schrecklichen Bedingungen ihr Leben lassen. Diese grausame Wahrheit verdrängen viele aber nach wie vor», so Stillhart. «Vier Pfoten» setzt sich seit vielen Jahren auf internationaler Ebene für ein gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung und ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte ein. Ausserdem repräsentiert die Tierschutzorganisation das so genannte FUR FREE RETAILER PROGRAM seit 2012 in Österreich, Deutschland, Bulgarien, Rumänien und Südafrika. In der Schweiz ist der Schweizer Tierschutz STS offizieller Vertreter des Programms. «Vier Pfoten» empfiehlt bei Modegeschenken, diese von Teilnehmern am FFRP zu beziehen. Unter folgendem Link kann man alle Mitglieder einsehen: www.furfreeretailer.com

(anM/Vier Pfoten)

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