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Denis Oswald will Rogge-Nachfolger werden
Fünf-Ringe-Programm fürs IOC-Präsidium
publiziert: Montag, 3. Jun 2013 / 15:52 Uhr
Denis Oswald stellte sein Programm vor.
Denis Oswald stellte sein Programm vor.

Der 66-jährige Neuenburger Anwalt Denis Oswald steigt mit einem Fünfpunkte-Programm ins Rennen ums IOC-Präsidium. Der Nachfolger des Belgiers Jacques Rogge als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees wird am 10. September in Buenos Aires gewählt.

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Auf «dopingfreiem Terrain», im Lausanner «Maison du Sport International», dem Sitz verschiedener internationaler Fachverbände und der Welt-Antidoping-Agentur WADA, berichtete der Schweizer über sein Vorhaben, als IOC-Mitglied den Sprung an die Spitze der bekanntesten Sportorganisation zu wagen. Oswald ist einer von sechs Kandidaten, unter ihnen als prominenteste der deutsche Fecht-Olympiasieger Thomas Bach und der ukrainische Stab-Rekordspringer Sergej Bubka. Über seine Aussichten sagte Oswald: «Ich hoffe, ich habe eine gute Chance zu gewinnen.» Die fünf Konkurrenten seien alle stark. «Jeder von uns hat sein eigenes Profil.» Mehr wollte er zu ihnen nicht sagen.

Denis Oswald ist der erste Schweizer seit 33 Jahren, der sich als IOC-Präsident bewirbt. 1980 in Moskau lautete das Wahlergebnis: Sieg für Juan Antonio Samaranch (Sp) vor Marc Hodler (Sz) und Willi Daume (De). Alle drei sind inzwischen verstorben, Hodler 2006.

Vision eines sauberen, fairen Sports

Bezüglich Programm der Sommerspiele sprach Denis Oswald davon, in Zukunft nicht die Anzahl der Medaillensätze (rund 300) einzuschränken, sondern einzelne Disziplinen innerhalb der bestehenden Sportarten zu streichen. Dadurch könnten neue Sportarten zugelassen werden. An der IOC-Session in Buenos Aires wird darüber abgestimmt, welche der Sportarten Ringen (bisher), Baseball/Softball (wieder neu) und Squash ins Programm kommt.

Oswald, seit 1989 Präsident des Ruder-Weltverbandes FISA und seit 1991 IOC-Mitglied, will seine 35-jährige Erfahrung im Dienste der olympischen Bewegung zur Verfügung stellen, «dem Sport etwas zurückgeben» und seine «persönliche Vision eines sauberen, fairen Sports» verteidigen. Das Streben nach Macht sei nie seine Sache gewesen, hielt Oswald fest. Er habe auch diesmal andere Beweggründe dafür, sich im Rentenalter um einen derart anstrengenden und anforderungsreichen Posten zu bewerben.

Die fünf olympischen Ringe

Me Denis Oswalds Fünf-Punkte-Programm lehnt sich an die fünf olympischen Ringe an und steht unter den Titeln: Vision, Werte, Mission, Strukturen und Unsere Spiele. Als «Vision» will Oswald festlegen, welche Ziele es zu erreichen gibt, definieren, «wohin wir wollen». Die «Werte» müssen im Zentrum «unserer Anstrengungen stehen» und verlangen Respekt nach allen Seiten. Das IOC müsse Garant dieser Werte und Vorbild für alle Sportorganisationen und -verbände sein. Als «Mission» sieht Oswald die Notwendigkeit, diese Werte umzusetzen und die Einheit der olympischen Bewegung zu verstärken.

Bezüglich «Strukturen» wollte er nicht viel verraten, ehe er die IOC-Mitglieder informiert hat. Seine Vorstellung gehe dahin, den IOC-Mitgliedern mehr Verantwortung zu geben. Ring Nummer 5 schliesslich, «Unsere Spiele», soll die Einzigartigkeit der Olympischen Spiele, ihren ausserordentlichen Charakter, bewahren. Dazu gehöre aber auch, dass der (immer wieder umstrittene) Vergabemodus der Spiele überdacht werde sowie für das Programm der Sommerspiele kreative Lösungen gesucht werden.

Zum Nein des Kantons Graubündens betreffend Olympiabewerbung 2022 stellte Oswald fest: «Ich glaube nicht, dass dies einem ernsthaften Trend entspricht. Die Abstimmung wurde nicht offen und fair geführt. Sie wurde zu sehr politisiert, und es wurde zu stark mit finanziellen Ängsten operiert.»

Für Welt-Dopingagentur kein Thema mehr

Als neuer Präsident des Welt-Dopingagentur WADA war der Schweizer ebenfalls im Gespräch. «Dieses Thema hat sich erledigt», sagte Oswald, «IOC-Präsidium und WADA sind nicht kompatibel. Ich habe mich fürs IOC entschieden.»

Die Namen der sechs Kandidaten fürs IOC-Präsidium: Thomas Bach (De), Ser Miang Ng (Singapur), Richard Carrion (Puerto Rico), Wu Ching-Kuo (Taiwan), Denis Oswald (Sz), Sergej Bubka (Ukr). Verzichtet haben Hürden-Olympiasiegerin Nawal El Moutawakel (Mar) und René Fasel (Sz), der Präsident des Eishockey-Weltverbandes und IOC-Mitglied. Fasel: «Es würde keinen Sinn machen, einen Schweizer zu konkurrenzieren. Ich wünsche Denis Oswald viel Erfolg.» Am 10. Juni ist Meldeschluss für die Kandidaten.

(bg/Si)

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