Fünf Schulmädchen durch getarnte Bombe getötet
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 21:57 Uhr

Srinaga - Fünf Mädchen sind im pakistanischen Teil Kaschmirs getötet worden, weil sie mit einer als Spielzeug getarnten Bombe spielten.

Die Gewalttaten wurden vor der geplanten Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Indien und Pakistan verübt.
Die Gewalttaten wurden vor der geplanten Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Indien und Pakistan verübt.
Wie ein Fernsehsender berichtete, detonierte der Sprengsatz in einem Schulhof.

Auch im indischen Teil Kaschmirs explodierten Bomben. Bei einem Anschlag in einer Moschee im Bezirk Pulawa kamen nach Angaben der Polizei mindestens 5 Menschen ums Leben. 50 weitere wurden verletzt.

Nur wenige Stunden später explodierte ein Sprengsatz auf einem Platz im Zentrum der Stadt Srinagar. Dabei wurden zwei Polizisten und drei Zivilisten verletzt. Zu den Angriffen bekannte sich niemand.

Wiederaufnahme von Friedensgesprächen

Die Gewalttaten wurden nur wenige Tage vor der geplanten Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Indien und Pakistan verübt. In den für 14. und 15. November angesetzten Gesprächen geht es grösstenteils um die Himalaya-Provinz Kaschmir, auf welche beide Länder Anspruch erheben.

Die Verhandlungen waren nach Anschlägen auf mehrere Züge in der indischen Metropole Bombay (Mumbai) im Juli auf Eis gelegt worden. Die USA forderten beide Staaten auf, die Friedensgespräche voranzutreiben und gegen den Terrorismus anzugehen.

Bei den seit 17 Jahren anhaltenden Gefechten wurden in der Region mehr als 45 000 Menschen getötet. Indien und Pakistan haben zwei Kriege um Kaschmir geführt. Seit Beginn des Friedensprozesses 2004 nahmen die Anschläge nach Angaben von Behörden jedoch ab.

(smw/sda)

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