«Weisses Gold» in Kenia
Fünf Tonnen Elfenbein auf dem Scheiterhaufen
publiziert: Mittwoch, 20. Jul 2011 / 20:36 Uhr
Elfenbein wird aufgrund des hohen Werts auf dem Schwarzmarkt oft «weisses Gold» genannt (Symbolbild).
Elfenbein wird aufgrund des hohen Werts auf dem Schwarzmarkt oft «weisses Gold» genannt (Symbolbild).

Nairobi/Mtito Andei - Die kenianische Regierung hat am Mittwoch fast fünf Tonnen illegales Elfenbein verbrennen lassen. Hunderte Stosszähne gewilderter Elefanten waren im Nationalpark Tsavo-West zu einem riesigen Scheiterhaufen aufgestapelt worden.

Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
8 Meldungen im Zusammenhang
Das «weisse Gold» stammte ursprünglich aus Malawi, Tansania und Sambia. Mit der Verbrennung sollte sichergestellt werden, dass das vor Jahren in Singapur beschlagnahmte Elfenbein nicht doch noch auf den Schwarzmarkt gelangt. Gleichzeitig wollten das Land und die Ermittlungsbehörde LATF ein Zeichen für die Entschlossenheit ihres Kampfes gegen die organisierte Wilderei setzen.

Am Mittwoch wurde erstmals der «Elephant Law Enforcement Day» begangen. Diese soll an die internationale Zusammenarbeit von Wildhütern, Polizei und Zoll bei der Bekämpfung der Wilderei und des Handels mit geschmuggeltem Elfenbein erinnern.

Erste Verbrennung vor 22 Jahren

Kenia hat bereits 1989 Elfenbein gewilderter Elefanten verbrennen lassen - auch, um gegen den damals noch erlaubten Handel mit Elfenbein zu protestieren. Seit 2005 ist nach LATF-Angaben der Handel mit illegalem Elfenbein um das Neunfache auf 5,7 Tonnen im Jahr 2010 gestiegen.

Naturschutzorganisationen begrüssten die Aktion. «Wir hoffen, dass die medienwirksame Verbrennung ein Signal für einen besseren Elefantenschutz setzt», sagte Daniela Freyer, Elefanten-Expertin der Artenschutz-Organisation Pro Wildlife.

«In den letzten Jahren haben wir einen alarmierenden Anstieg des illegalen Elfenbeinhandels beobachtet», erklärte Freyer. Die internationale Staatengemeinschaft müsse gezielter und mit vereinten Kräften gegen Schmugglerbanden vorgehen.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Hongkong - Mehr als tausend Elefanten-Stosszähne hat der Zoll in Hongkong beschlagnahmt. Das unter einer ... mehr lesen
Der Container mit den Elefanten-Stosszähnen kam aus dem westafrikanischen Togo.
In Fracht-Containern aus Kenia und Tansania wurden u.a. zahlreiche Stosszähne von bedrohten Elefanten entdeckt. (Symbolbild)
Hongkong - Der Zoll in Hongkong hat eine Rekordmenge an geschmuggeltem Elfenbein abgefangen: Er stellte 3,8 Tonnen im ... mehr lesen
Bangkok - Der thailändische Zoll hat bei einer Routinekontrolle am Flughafen von Bangkok fast eine halbe Tonne Elfenbein beschlagnahmt, darunter viele komplette Stosszähne. Die knapp 160 Elfenbeinstücke seien in sechs Holzkisten aus Kenia entdeckt worden, sagte ein Zöllner am Dienstag. mehr lesen 
Peking - Tierschützer haben den boomenden Handel mit Elfenbein in China scharf kritisiert. Die Zahl der Elefanten, die in Afrika ... mehr lesen
Immer mehr Elefanten werden wegen ihrer Stosszähne getötet.
In Kenia wird eine Zunahme der illegalen Jagd auf Elefanten und Nashörner festgestellt. (Symbolbild)
Johannesburg - In Guinea sind sieben Schmuggler wegen des illegalen ... mehr lesen 1
Weitere Artikel im Zusammenhang
London - Für Elefanten war das Jahr 2011 nach Angaben von Tierschützern eines der schlimmsten seit mehr als zwei Jahrzehnten: Der illegale Handel mit Elfenbein hat nach Angaben der Organisation Traffic einen neuen Höhepunkt erreicht. mehr lesen 
Bangkok - Der Zoll in Thailand hat ein Riesengeschäft mit illegalem Elfenbein verhindert. Unbekannte hatten 73 Elefantenstosszähne aus Mosambik geschmuggelt. mehr lesen 
Nairobi/Voi - Wildhüter der kenianischen Naturschutzbehörde KWS haben fünf mutmassliche Wilderer mit mehr als ... mehr lesen
In letzter Zeit hat die Wilderei nach Elfenbein wieder zugenommen. (Archivbild)
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
Nabire (Bild) wurde eine Eizelle entnommen. Man hofft auf künstliche Befruchtung.
Nabire (Bild) wurde eine Eizelle entnommen. Man ...
«Nabires Tod ist eine Katastrophe»  Prag - Die Nördlichen Breitmaulnashörner sind akut vom Aussterben bedroht. Nun starb eines der letzten fünf Exemplare in einem Zoo in Tschechien. «Dieser Verlust ist schwer in Worte zu fassen», sagte am Dienstag der Direktor des Tierparks in Dvur Kralove, Premysl Rabas. 
Mit Pfeil und Bogen  Harare - Eine Naturschutzorganisation in Simbabwe hat einen reichen US-Jäger für den Tod des berühmten Löwen «Cecil» verantwortlich gemacht. Der Mann aus Minnesota habe auf der Suche nach einer Trophäe 50'000 Dollar gezahlt, um Cecil mit Pfeil und Bogen töten zu können.  
Zum Welt-Tigertag  Morgen ist Welttag der Tiger. Die Tiere haben etwas Aufmerksamkeit verdient, denn sie stehen unter ...  
Gen- und Schädelanalyse erleichtert Tigerschutz Berlin - Die meisten Unterarten des Tigers sind sich viel ähnlicher als bisher angenommen, wie eine ...
Um den Durchblick zu haben, sollen nun die Unterarten in zwei Bereichen eingeteilt werden.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3184
    Prognose "Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig ... Mi, 22.07.15 13:33
  • Miriam aus Rielasingen-Worblingen 1
    Kawaii - Das ist ja süß... Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in Japan gewesen und habe den Matcha ... Mi, 22.07.15 12:14
  • Kassandra aus Frauenfeld 1402
    Die Ruhe ist schon immer der Zustand der totalen Verweigerung gewesen. Wie sagt ... Mo, 20.07.15 01:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3184
    Die... Zeit der Ruhe noch geniessen, an denen die Leute sich nur ... So, 19.07.15 10:25
  • LinusLuchs aus Basel 105
    Mitmachen heisst mitverschulden Im Gegensatz zu Ihnen, zombie1969, hat Oskar Gröning etwas Zentrales ... Do, 16.07.15 12:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3184
    O. Gröning... wurde verurteilt, weil er "dabei war", ohne dass ihm eine einzelne Tat ... Mi, 15.07.15 23:00
  • HELLVETIA aus Villa de Garafia/ La Palma Kanaren 1
    Bravo Bravo Bravisimo Oliver Hepp Endlich, endlich ist ES dank Euch OFFEN und SICHTLICH ... Di, 14.07.15 20:26
  • jorian aus Dulliken 1594
    7:0 für die Verschwärungstheoretiker! ... Fr, 10.07.15 07:10
Der Unfall passierte unmittelbar nach dem Tunnel.
Unglücksfälle Unfall zwischen Reisecar und drei Autos Arisdorf - Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung ...
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 12°C 15°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 15°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 18°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 15°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 16°C 21°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 20°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten