Für Gregor Stähli wird es eng
publiziert: Freitag, 17. Feb 2006 / 11:15 Uhr

Gregor Stähli wird es nicht einfach fallen, im olympischen Skeleton-Rennen der Männer am Freitagabend wie 2002 Edelmetall zu gewinnen.

Gregor Stähli auf der Olympiabahn.
Gregor Stähli auf der Olympiabahn.
Favoriten sind die Amerikaner und Kanadier. Der Schweizer muss sich im Vergleich zu den Trainings wesentlich steigern, um den Nordamerikanern Paroli bieten zu können.

Im Sommer 2004 entschied sich der am 28. Februar 38 Jahre alt werdende Stähli, Profi zu werden -- um insbesondere an den Olympischen Spielen 2006 zu reüssieren. Das damalige Fernziel steht nun unmittelbar bevor.

Zuviel Fussarbeit

Stähli, dem Olympia-Dritten 2002, behagt die Bahn in Cesana aber nicht. Man müsse zu oft mit den Beinen den Schlitten auf der Idealline halten, sagte Stähli im Vorfeld des Rennens. Mit der «Fussarbeit» kommt die englisch sprechende Fraktion um Weltmeister Jeff Pain (Ka) besser zurecht.

Stähli warnte freilich immer vor allzu hohen Erwartungen: «Die Spitze ist seit der Aufnahme dieser Sportart ins olympische Programm sehr breit geworden. Fünf bis zehn Fahrer können Olympiasieger werden oder eine Medaille holen. Ich gehöre zu diesem Kreis, mehr nicht!»

Bester Sprinter

Stähli ist in der Weltelite trotz des für einen Spitzensportler fortgeschrittenen Alters immer noch der beste Sprinter. Aus seiner Schnelligkeit kann er aber ausgerechnet im olympischen Rennen nur bedingt Kapital schlagen, weil die Piste in Cesana nach der Startspur ungewohnt steil abfällt.

Stählis Kalamitäten zeichneten sich im vorolympischen Rennen Ende Januar 2005 ab: Platz 5 mit 1,29 Sekunden Rückstand auf Duff Gibson (Ka), den Weltmeister 2004. Als Lichtblick blieb der 3. Rang im zweiten Durchgang. In der internationalen Trainingswoche im November schienen sich die Schwierigkeiten zu verflüchtigen, während den sechs Trainingsfahrten vor dem Rennen kämpfte der in Bellikon AG wohnende Zürcher aber wieder mit den Tücken der Bahn. Geblufft hat Stähli im Olympia-Training nicht.

Kein Trainingsweltmeister

«Gregor ist kein Trainingsweltmeister. Es wäre mir aber auch lieber, wenn er der Spitze ein bisschen näher wäre», sagt der Schweizer Sportchef Marco Widmer (38), «von Vorteil ist, dass er die Favoritenrolle los ist. Gregor kann nun unbeschwert angreifen. Wir geben nicht auf und kämpfen bis zuletzt. Die Konkurrenz muss zuerst auch zwei Mal gut hinunterkommen.»

Am Donnerstag versuchten die Schweizer nochmals, Stählis Material zu optimieren. «Wir nahmen den ganzen Schlitten auseinander und prüften unter anderem, ob Gewichtsverteilungen etwas bringen», sagte Widmer weiter. Im Weiteren standen am Donnerstag intensive Video-Studien auf dem Programm. Insbesondere die Kurvenkombination 5-6-7 machte Stähli im Training zu schaffen.

(Daniel Good, Cesana/Si)

 
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