Für Lambiel beginnt die Saison in Peking
publiziert: Freitag, 4. Nov 2005 / 01:00 Uhr

Stéphane Lambiel nimmt am Freitag mit dem Grand Prix in Peking die Olympia-Saison in Angriff. Für den 20-jährigen Unterwalliser ist dies der erste Wettkampf seit dem Gewinn der WM-Goldmedaille im März in Moskau.

«Ich bin gut vorbereitet, aber noch nicht bei 100 Prozent».
«Ich bin gut vorbereitet, aber noch nicht bei 100 Prozent».
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«Ich bin gut vorbereitet, aber noch nicht bei 100 Prozent», sagte Lambiel, der dank intensivem Konditionstraining mit Majda Scharl im physischen Bereich zugelegt hat. Zuletzt arbeitete er in erster Linie an der Stabilität. Mit Ausnahme seines Problemsprungs, dem dreifachen Axel, der «noch nicht ganz sicher ist» (Lambiel), funktionieren die Sprünge schon ganz gut.

Peking kommt für Lambiel einem Test gleich, einem Schritt auf dem Weg nach Turin. Er ist für die Olympischen Spiele zwar erst vorselektioniert, die definitive Qualifikation dürfte jedoch nur eine Formsache sein. Lambiel muss in einem Wettbewerb noch 160 Punkte erreichen; in Moskau kam er an der WM auf 224,46.

Lambiel befindet sich seit Dienstag in Peking. Er war aus New York nach China gereist. In den USA nahm er vor einer Woche noch an der «Sarah Hughes & Friends»-Gala teil. Der fünffache Schweizer Meister bekommt es im Fernen Osten unter anderen mit dem Kanadier Emanuel Sandhu, der am vergangenen Wochenende im Grand Prix in St. John´s (Neufundland) triumphierte, dem WM-Fünften Chengjiang Li (China) und dem EM-Fünften Andrej Griasew aus Russland zu tun.

Zwei neue Programme

Der Schweizer wird in Peking zwei neue Programme zeigen. Für das Kurzprogramm wählte er die Filmmusik «Once Upon a Time in Mexico». Bei der Auswahl für die Kür tat er sich wesentlich schwerer, ehe er sich für die «Vier Jahreszeiten Antonio Vivaldis» entschied, allerdings die Interpretation des britischen Geigenvirtuosen Nigel Kennedy. «Die Version von Nigel ist noch schöner. Sie ist sehr dynamisch und komplett», erklärte Lambiel. Die Atmosphäre sei warm und kalt, man fühle Winter und Sommer, Schnee und Sonne.

Er sei äusserst zufrieden mit der Choreographie, glaube, dass es die richtige Kür für ihn sei, fuhr Lambiel fort. Das Kür-Kostüm hat er selber entworfen, jenes für das Kurzprogramm stammt von der WM-Dritten Carolina Kostner (It), mit der er sich ausgezeichnet versteht.

Keine zweite Kür

Lambiel verzichtete darauf, eine zweite Kür einzustudieren, obwohl er Abwechslung liebt. In der vergangenen Saison hatte der in Lausanne wohnende Maturand, ein ausgesprochener Gefühlsmensch, nach den EM im Januar in Turin (4.) kurzfristig ein neues Programm auf die Beine gestellt. Das Risiko wurde mit dem WM-Titel belohnt.

Jetzt fände Lambiel kaum Zeit dafür, denn das Wettkampfprogramm ist gedrängt: Drei Wochen nach Peking nimmt er am Grand Prix in St. Petersburg teil, am 9./10. Dezember stehen die Schweizer Meisterschaften in Biasca an, und eine Woche danach in Tokio der Grand-Prix-Final, für den sich die besten sechs Athleten jeder Kategorie qualifizieren. 2006 folgt mit den EM in Lyon (16. bis 22. Januar), den Olympischen Spielen (10. - 26. Februar) sowie den WM in Calgary (20. - 26. März) ein Höhepunkt auf den andern.

(von Sascha Fey/Si)

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