Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 fielen die ersten Bäume
publiziert: Freitag, 1. Okt 2010 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Okt 2010 / 13:15 Uhr
Das Projekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation vor.
Das Projekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation vor.

Stuttgart - In der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart bleibt die Lage angespannt. Für das umstrittene Bahn-Projekt Stuttgart 21 waren in der Nacht zum Freitag die ersten 25 Bäume gefällt worden. Tausende Demonstranten machten mit Trillerpfeifen und Sprechchören ihrem Unmut Luft.

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Von Mitternacht an durfte gefällt werden, gegen 1 Uhr liefen die Kettensägen. Bagger rissen Bäume aus dem Boden. Innerhalb kürzester Zeit lag einen Gutteil der ersten Bäume flach. Über 1000 Polizisten sperrten das Areal nahe des Hauptbahnhofs ab. Die Polizei sprach am Morgen von 1500 bis 3000 Demonstranten.

«Friedlich ist was anderes», sagte ein Sprecher. Immer wieder seien aus der Menge der Gegner des Bahn-Projekts heraus Flaschen und Kastanien in Richtung Polizei geflogen. Vermummte Demonstranten hätten versucht, über die Absperrgitter zu klettern. Die Beamten setzten erneut Pfefferspray ein.

Streit um Anzahl Verletzte

Am Donnerstag war die Lage eskaliert. Die Polizei ging in Stuttgart mit Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten vor. Gemäss der Polizei wurden dabei 130 Demonstranten verletzt. Davon mussten 16 ins Spital, 114 konnten ambulant behandelt werden. Auch seien sechs Polizisten verletzt worden. 26 Menschen im Alter zwischen 15 und 68 Jahren nahm die Polizei vorübergehend fest oder in Gewahrsam.

Grossdemo am Abend geplant

Das Projekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und deren Anbindung an die geplante ICE-Neubaustrecke nach Ulm vor. Die Bahn rechnet mit Gesamtkosten von 7 Milliarden Euro. Kritiker befürchten eine Kosten von bis zu 18,7 Mrd. Euro.

Für den Freitagabend haben die Stuttgart-21-Gegner erneut zu einer Grossdemonstration aufgerufen. Sie erwarten nach eigenen Angaben bis zu 100'000 Teilnehmer. Die Organisatoren riefen die Demonstranten auf, auf jeden Fall gewaltfrei zu bleiben.

(ade/sda)

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