Für deutsche Arbeitskräfte ist die Schweiz attraktiv
publiziert: Dienstag, 19. Feb 2008 / 10:22 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Feb 2008 / 17:23 Uhr

Neuenburg - Immer mehr Deutsche arbeiten in der Schweiz. Die Zahl der Erwerbstätigen aus unserem nördlichen Nachbarland hat im zweiten Quartal 2007 um 12 Prozent zugenommen, wie eine Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt.

Neben den Deutschen ist auch für die Portugiesen die Schweiz attraktiver geworden. (Symbolbild)
Neben den Deutschen ist auch für die Portugiesen die Schweiz attraktiver geworden. (Symbolbild)
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Auch für Portugiesen ist die Schweiz attraktiv. Die Zahl der erwerbstätigen Portugiesen nahm innert Jahresfrist um 6,6 Prozent zu, wie das BFS mitteilte. Rückläufig war dagegen die Zahl der Spanier, Griechen und Italiener.

Mit einem Anteil von je rund 18 Prozent stellen Erwerbstätige aus Italien und den westlichen Balkan-Ländern nach wie vor die stärkste Ausländer-Vertretung, gefolgt von den Deutschen und Portugiesen mit einem Anteil von je 13 Prozent.

Mehrheit aus EU

Die Mehrheit (62 Prozent) der in der Schweiz erwerbstätigen Ausländerinnen und Ausländer stammt aus einem Land der «alten» EU (EU-15) oder aus einem Efta-Staat.

Seit der Einführung des freien Personenverkehrs (1. Juni 2002) nahm die Zahl der Erwerbstätigen aus diesen Ländern kontinuierlich zu. Zwischen 2006 und 2007 betrug der Anstieg 3,5 Prozent.

Im zweiten Quartal 2007 waren insgesamt 876'000 Personen mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung hierzulande erwerbstätig, wie die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) weiter zeigt. Das waren 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Höhere Arbeitslosigkeit

Damit stammte jeder fünfte der insgesamt 4,122 Mio. erwerbstätigen Personen mit ständigem Aufenthalt in der Schweiz aus dem Ausland.

Die Erwerbslosigkeit der Ausländer lag im zweiten Quartal 2007 bei 7,1 Prozent. Das war deutlich mehr als bei der schweizerischen Bevölkerung (2,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ging die Erwerbslosenquote der Ausländer indes um 1,3 Prozentpunkte zurück.

Besonders betroffen waren ausländische Frauen, deren Erwerbslosenquote bei 9,4 Prozent lag, bei Schweizerinnen waren es lediglich 3,3 Prozent. Das BFS führt dies auf das tiefere Ausbildungsniveau der ausländischen Erwerbstätigen zurück.

(tri/sda)

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