Fulvio Pelli ist neuer FDP-Präsident
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 16:54 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 18:09 Uhr

Bern - Der neue Präsident der FDP Schweiz heisst Fulvio Pelli. Der 54-Jährige hat sich vor den Delegierten in Bern klar gegen den Luzerner Nationalrat Georges Theiler durchgesetzt. Pelli rief nach der Wahl zur Zusammenarbeit in der Partei auf.

Fulvio Pelli will Mut zur Eigenständigkeit und Teamgeist zeigen.
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Von 378 gültigen Delegiertenstimmen vereinigte der Tessiner Nationalrat und Chef der FDP-Bundeshausfraktion 228 auf sich, Theiler kam auf 150. Das absolute Mehr lag bei 190 Stimmen.

Pelli löst als FDP-Präsident Rolf Schweiger ab, der im November aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Nach seiner Wahl sagte Pelli, um das Amt mit Erfolg führen zu können, brauche er die Unterstützung der Freisinnigen aus der ganzen Schweiz.

Faire Ausmachung

Pelli dankte dem ihm unterlegenen Theiler und betonte, die Zweierkandidatur habe eine faire Ausmarchung erlaubt. Seine Wahl habe er auch der Solidariät zwischen den sprachlichen Minderheiten zu verdanken.

Das Verdikt sei klar, sagte Theiler. Seit der Niederlage gegen Schweiger habe er aber zumindest etwas aufgeholt. Er hoffe, dass jetzt Kontinuität in das Amt des Parteipräsidenten komme.

Vor der Wahl im Berner Kursaal hatten die FDP-Delegierten engagiert diskutiert. Dabei zeigte sich ein Graben zwischen den verschiedenen Landesteilen.

Präsidium für die ganze Schweiz

Hinter Pelli stellten sich zahlreiche Tessiner und Westschweizer Delegierte, aber auch die Kantonalparteien von Bern und Basel-Landschaft sowie ein Delegierter aus dem Kanton Solothurn. Die FDP brauche einen Präsidenten für die ganze Schweiz, lautete der Tenor. Angeführt wurden auch die Erfolge der Tessiner FDP.

Für den 56-Luzerner Nationalrat Georges Theiler votierten vor allem Delegierte aus der Ost- und Innerschweiz. Es brauche einen Deutschschweizer als Präsidenten, um den Wählerschwund der Freisinnigen in der Deutschschweiz zu stoppen, hiess es.

(mo/sda)

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