Fundamentalisten bekennen sich zu den Anschlägen in Istanbul
publiziert: Samstag, 15. Nov 2003 / 11:37 Uhr

Istanbul - Eine türkische Fundamentalistenorganisation hat sich zu den Anschlägen in Istanbul bekannt. Bei den zwei Explosionen vor zwei Synagogen sind nach offiziellen Angaben 23 Menschen getötet und 80 verletzt worden.

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Mit den Anschlägen werde gegen die Unterdrückung der Moslems protestiert, sagte ein Anrufer der radikalislamistischen Front der Vorkämpfer für den Grossen Islamischen Osten (IBDA-C) der Nachrichtenagentur Anadolu. Unsere Aktionen werden weitergehen.

Die IBDA-C wurde 1985 gegründet und ist seit 1993 in der Region um Istanbul aktiv. Sie verübte bereits Anschläge auf Bars, Diskotheken und Kirchen.

Die beiden Anschläge vom Samstagmorgen hatten sich fast zeitgleich vor der Neve-Schalom-Synagoge im europäischen Stadtbezirk Beyoglu sowie in der Nähe einer Synagoge im Nachbarbezirk Sisli ereignet. Vor der Neve Schalom klaffte nach der Detonation ein grosses Loch.

Die Polizei geht davon aus, dass in beiden Fällen Autobomben gezündet wurden, wie türkische Medien berichteten. Durch die mächtigen Detonationen wurden ganze Strassenzüge in ein Trümmerfeld verwandelt.

Die Neve-Schalom-Synagoge war bereits am 6. September 1986 Ziel eines schweren Anschlags. Dabei waren 23 jüdische Gläubige und zwei der arabisch sprechenden Attentäter getötet worden.

(rr/sda)

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