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Fussball: 3:0 - Tschechien im EM-Halbfinal
publiziert: Sonntag, 27. Jun 2004 / 22:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Jun 2004 / 14:19 Uhr

Porto - Wenigstens ein Favorit hat die EM-Halbfinals erreicht. Mit dem 3:0 über Dänemark in Porto qualifizierte sich Tschechien im letzten Viertelfinal der EM in Portugal für die Vorschlussrunde, in der es auf Griechenland rifft.

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Tschechien hat nach einer von Taktik geprägten und langweiligen ersten Halbzeit innert 16 Minuten das Spiel entschieden. Der 202 cm grosse Jan Koller köpfelte in der 49. Minute einen Eckball von Karel Poborsky fast ungehindert von Martin Laursen aus sieben Metern ein und lancierte damit die Partie.

Der Weckruf motivierte vor allem Milan Baros. Der ultraschnelle Stürmerstar von Liverpool, der zuvor in drei Gruppenspielen schon dreimal reüssiert hatte, lief zu grosser Form auf. Innert drei Minuten schoss er seine EM-Tore vier und fünf und entschied damit das zuvor ausgeglichene Spiel.

Zweimal wurde er in die Tiefe bedient, zunächst von Poborsky, dann von Pavel Nedved. Zuerst hob er den Ball gefühlvoll über den dänischen Goalie Thomas Sörensen, dann schoss er das Runde nach dem Masspass von Nedved erneut ins Eckige.

Tschechien nun Topfavorit

Tschechien, Europameister 1976 und Finalist 1996, erreichte zum fünften Mal die Halbfinals. Nach dem vierten Erfolg im vierten Spiel muss es nach dem Ausscheiden der "Big five" (Frankreich, England, Italien, Spanien und Deutschland) als Favorit für den Titel betrachtet werden.

Dänemark, athletisch den Tschechen unterlegen, kriegte vor allem Tschechiens optisch doch so ungleiches Stürmerduo mit Barros und Koller nicht in den Griff. Milan-Verteidiger Martin Laursen wird wohl eine schreckliche Nacht nach dem 0:3 verbracht haben.

Ebbe Sand fehlte

Die Dänen, denen der verletzte Ebbe Sand sichtlich fehlte, konnte den zehnten Sieg Tschechies in einem Pflichtspiel nacheinander nicht verhindern. Im 19. Kräftemessen blieben die Dänen auf einem Sieg sitzen.

Tschechien scheint nicht der Lieblingsgegner der Dänen mit ihren knapp 500 000 lizenzierten Fussballern zu sein. Vor allem die Wucht, die Schnelligkeit und Dynamik der homogeneren Osteuropäer, aber auch die individuelle Klasse von Baros, Poborsky, Nedved und Co. gaben den allerdings allzu krassen Ausschlag.

Dreimal waren die Tschechen in ihren drei siegreichen Gruppenspielen in Rückstand geraten, im Viertelfinal wollten sie dies vermeiden. Dementsprechend forsch und aggressiv begann das Team von Karel Brückner, der seine Mannschaft auf neun Positionen umstellte und nach dem 2:1 der B-Auswahl gegen Deutschland wieder seine Stammformation um Nedved, Poborsky, Rosicky, Koller und Co. formierte.

Kein Offensivspektakel

Dänemarks Taktiker Morten Olsen musste nach dem feststehenden Ausfall von Niclas Jensen auch das Forfait des Schalkers Ebbe Sand (Oberschenkelzerrung) zur Kenntnis nehmen, weshalb er Jon Dahl Tomasson ganz ins Sturmzentrum stellte.

Ein berauschendes Offensivspektakel, wie sich viele erhofft hatten, entwickelte sich zunächst nicht. Parallelen zu Frankreich gegen Griechenland und Schweden gegen Holland waren offensichtlich. Vorsicht und Taktik prägten vor der Pause das Geschehen. Der gegenseitige Respekt war zu gross.

Sicherheit, Ordnung und Disziplin wurden grössere Priorität eingeräumt als Kreativität, Risikobereitschaft oder Tempovorstösse in die Tiefe. Chancen blieben daher Mangelware. Pavel Nedved prüfte Thomas Sörensen mit einem Freistoss in den Startminuten, Jan Koller köpfelte darüber, Tomas Galasek schoss aus dem Hinterhalt oder der Däne Christian Poulsen kam zweimal im Strafraum zu einer Abschlussszene.

In der Nachspielzeit der enttäuschenden ersten Halbzeit senkte sich ein Flankenball von Karel Poborsky nach einem der raren Tempoläufe auf die Latte. Das wars. Mehr vorerst nicht. Bis Kollers zweiter EM-Streich Bewegung ins Spiel brachte und seine Teamkollegen zu einer Rhythmussteigerung und einem viertelstündigen Zwischenspurt animierte.

Tschechien - Dänemark 3:0 (0:0)
Dragão, Porto. -- 38 000 Zuschauer. -- SR Iwanow (Russ). -- Tore: 49. Koller 1:0. 63. Baros 2:0. 65. Baros 3:0.

Tschechien: Cech; Jiranek (39. Grygera), Bolf (65. Rozehnal), Ujfalusi, Jankulovski; Galasek; Poborsky, Rosicky, Nedved; Koller, Baros (70. Heinz).

Dänemark: Sörensen; Helveg, Henriksen, Laursen, Bögelund; Poulsen, Gravesen; Claus Jensen (71. Madsen); Grönkjaer (78. Rommedahl), Tomasson, Jörgensen (85. Lövenkrands).

Bemerkungen: Dänemark ohne Niclas Jensen und Sand (beide verletzt). Urs Meier als vierter Schiedsrichter am Spielfeldrand. 39. Jiranek verletzt ausgetreten. Verwarnungen: 10. Jankulovski, 45. Ujfalusi, 52. Poulsen, 56. Bögelund, 61. Nedved, 77. Gravesen (alle Foul).

(rp/Si)

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