Fussball: Arsenals zweiter K.o innert vier Tagen
publiziert: Dienstag, 6. Apr 2004 / 23:47 Uhr

Chelsea zieht erstmals in die Halbfinals der Champions League ein. Verteidiger Wayne Bridge baute mit seinem 2:1 in der 87. Minute die Brücke für die Blues in die Vorschlussrunde und beendete im packenden Londoner Duell die seit 17 Derbys anhaltende Sieglosigkeit.

Chelseas John Terry und Wayne Bridge jubeln nach dem Sieg.
Chelseas John Terry und Wayne Bridge jubeln nach dem Sieg.
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Der designierte englische Meister Arsenal, der zur Pause durch einen Treffer des Spaniers José Antonio Reyes 1:0 führte, hat nach dem Halbfinal-Out im englischen Cup gegen Manchester United den zweiten K.o. innert vier Tagen erlitten. Die Kräfte der "Guners" nach anstrengender Saison scheinen zu schwinden.

Der noch nicht 21-jährige José Antonio Reyes, dessen Einsatz wegen einer Kniebänderverletzung unmöglich schien, traf für den Favoriten im Highbury in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Eine Flanke des Kameruners Lauren brachte die gegen Ende der ersten Halbzeit unter Druck geratene Abwehr Chelseas nicht aus dem Gefahrenbereich, der heranspurtende Reyes reüssierte nach Vorarbeit von Henry und Ljungberg aus fünf Metern. Chelsea hatte im sechsten Auswärtsspiel der "Königsklasse" das erste Verlusttor einstecken müssen, reagierte aber nach der Pause vehement. Der deutsche Torhüter Jens Lehmann liess einen Gewaltschuss von Claude Makelele aus 25 Metern nach vorne abprallen, Frank Lampard profitierte und erzielte in der 51. Minute den Ausgleich.

Tempo, Intensität, Kampf um jeden Ball auf engstem Raum - die britischen Tugenden, verfeinert mit französischer Eleganz durch Protagonisten wie Henry, Pirès, Vieira oder Makelele, begeisterten die Londoner Fans im ausverkauften Highbury. Arsenal spielte in der ersten Halbzeit dynamischer und gradliniger auf, doch die starke Festung der "Blues" hielt vorerst dicht. Goalgetter Thierry Henry, mit 39 Europacup-Toren aus 81 Spielen der treffsicherste Schütze, versuchte es aus Distanz, verfehlte aber das Ziel dreimal knapp.

Chelsea versteckte sich nicht. Technik und Laufvermögen zeichnen die Akteure in der vom russischen Öl-Milliardär Roman Abramowitsch zusammengekauften Truppe ebenfalls aus, so dass gekonnte Dribblings, Ballstafetten und geniale Spielzüge nicht erstaunten. Als der Ire Damian Duff in der 21. Minute zu einem Solo ansetzte und um die stämmigen Abwehrrecken Arsenals wie um Slalomstangen kurvte, hielten die Fans der "Gunners" den Atem an. Duff verzog indes leicht. Torhüter Lehmann, der den Gegentreffer durch Gudjohnsen im Hinspiel mitverschuldet hatte, wäre geschlagen gewesen.

Als Chelsea nach dem Wechsel seine Kadenz steigerte, musste Arsenal seine Kraftreserven anzapfen. Claudio Ranieri, der nach Sven-Göran Erikssons Absage nun wohl doch Chelsea-Trainer bleiben darf, liess zum Sturmlauf blasen. Risikofreudiger griffen die Blues an, über die Seiten, über die Mitte, diagonal oder mit Steilzuspielen. Im Tempodiktat ging zwar die Qualität etwas verloren. Doch unterhaltend und spannend war es allemal. Der offene Schlagabtausch wogte hin und her. Und bis zur 87. Minute, bis zum entscheidenden Doppelpas zwischen Hinspiel-Torschütze Gudjohnsen und Bridge, war in diesem fesselden Londoner Derby jeder Ausgang möglich.

Arsenal - Chelsea 1:2 (1:0)

Highbury. -- 38 500 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Merk (De). -- Tore: 45. Reyes 1:0. 51. Lampard 1:1. 87. Bridge 1:2.

Arsenal: Lehmann; Lauren, Touré, Campbell, Ashley Cole; Ljungberg, Vieira, Edu, Pires; Reyes, Henry (81. Bergkamp).

Chelsea: Ambrosio; Melchiot, Gallas, Terry, Bridge; Parker (46. Groenkjaer), Makelele, Duff (82. Joe Cole); Lampard; Gudjohnsen, Hasselbaink (83. Crespo).

Bemerkungen: Arsenal ohne Cygan und Parlour (beide verletzt). Chelsea ohne Desailly (gesperrt), Cudicini und Veron (beide verletzt). Verwarnungen: 10. Gallas, 15. Hasselbaink (beide Foul), 36. Lauren (Unsportlichkeit), 84. Joe Cole (Foul).

(bert/Si)

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