Fussball: Basel - Valencia, Revanche oder erneuter Schiffbruch?
publiziert: Montag, 21. Okt 2002 / 19:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Okt 2002 / 00:41 Uhr

Zum Rückrunden-Auftakt der Champions League bekommt es Schweizer Meister Basel am Dienstagabend im St.-Jakob-Park mit Valencia zu tun. 2:6 hatte vor drei Wochen das Hinspiel geendet. Gelingt dem FCB die Revanche oder erleidet er erneuten Schiffbruch?

Basel - Valencia, Champions League
Basel - Valencia, Champions League
Neues Spiel, neue Chance? Der Basler Teamchef Christian Gross ist fest davon überzeugt: "Dank unserem fantastischen Publikum im Rücken, mit einer hohen Präsenz in den Zweikämpfen und einer drastischen Fehler-Reduzierung können wir an unsere Chance glauben. Wir müssen vor allem die Startphase heil überstehen." Beim Gegner allerdings rechnet niemand mit einem solchen Szenario: Kein einziger Journalist aus Spanien wohnte gestern Montag der offiziellen Pressekonferenz mit Trainer Gross und Spieler Mario Cantaluppi bei. In Spanien fragten die Medienleute nach dem brutalen 6:2, weshalb ein solch limitierter Gegner überhaupt in der Champions League mitspielen dürfe.

Wenn nur ein Teil der Spieler des spanischen Meisters ebenfalls dieser Ansicht ist, vergrössert sich die Chance der Basler auf einen Punktgewinn sprunghaft. Der 6:2-Erfolg in der Königsklasse bekam Valencia nicht besonders gut. Seit dem Gala-Auftritt im Hinspiel rutschten die Spanier in der Tabelle vom 1. auf den 4. Platz ab. Erst bezog Valencia gegen Celta Vigo eine historische 0:1-Heimniederlage, dann reichte es bei Aufsteiger Atletico Madrid nur zu einem 1:1. Überzeugend dagegen die Bilanz des FCB: 2:1-Auswärtserfolg in Delémont und 6:0-Kantersieg über St. Gallen.

Die Statistiken sprechen allerdings klar für einen Vollerfolg der Spanier: In neun Versuchen hat der FCB noch nie gegen ein iberisches Team gewonnen. Die vier Heimspiele gegen Valencia (1:3), Real Madrid (1:2), Atletico Madrid (1:2) und Athletic Bilbao (1:1) endeten mit drei Niederlagen und einem Remis. Valencia dagegen hat noch nie gegen einen helvetischen Gegner verloren: Zweimal traten die Spanier bisher in der Schweiz an, der FCB wurde mit 3:1 bezwungen und gegen Servette reichte es letzten Februar zu einem 2:2-Unentschieden.

Gross hatte unmittelbar nach dem Hinspiel angedeutet, dass er in Valencia eventuell zu offensiv angetreten sei. Gestern kündete er nun eine Systemkorrektur an. "Gut möglich, dass wir nur mit einer nominellen Spitze agieren. Wir müssen enorm aufpassen, dass wir die Aussenbahnen besser schliessen können. Zudem standen wir zu weit weg von den Gegenspielern." Gross dürfte es demnach mit einer 4-4-1-1-Taktik versuchen, wobei Hakan Yakin der hängende Stürmer sein wird. Wer ganz vorne beginnt, wollte Gross nicht verraten. Das gestrige Abschlusstraining liess er hinter verschlossenen Türen verrichten.

Auch in der Abwehr deuten sich Veränderungen gegenüber dem Hinspiel an: Weil Gross hofft, dass Marco Zwyssig den robusten und grossgewachsenen John Carew besser in den Griff bekommt, wird der Ostschweizer im Abwehrzentrum Alexandre Quennoz ersetzen. Carew war in Valencia mit zwei Toren und drei Assists der unbestrittene Matchwinner der Spanier. Auf der linken Seite könnte Grégory Duruz den Kameruner Thimothée Atouba ersetzen.

Durch die Reduzierung des Angriffs um einen Stürmer wird ein Platz im Mittelfeld frei. Ivan Ergic dürfte davon profitieren und Mario Cantaluppi im Zentrum unterstützen. Auf den Aussenbahnen müssen Sébastien Barberis und Antonio Esposito die Räume dicht machen.

Basels Gegner reist mit einer personellen Hypothek an: Der argentinische Spielmacher Pablo Aimar hat sich am Samstag gegen Atletico Madrid verletzt. Der Landsmann und Freund von Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi dürfte durch den wieder einsatzbereiten Kily Gonzalez ersetzt werden. Auch der Jugoslawe Miroslav Djukic figuriert nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder im Kader. Marchena wird im Mittelfeld Albelda ersetzen, der gemäss Trainer Rafael Benitez eine Erholungspause erhalten soll. Benitez plant, noch einige andere Stammkräfte durch hungrige und frische (Edel-)Reservisten zu ersetzen. Ein Indiz, dass die Spanier das Spiel gegen den im Hinspiel chancenlosen Schweizer Meister auf die leichte Schulter nehmen?

Basel - Valencia. -- St.-Jakob-Park. -- Dienstag, 20.45 Uhr. -- Die voraussichtlichen Startformationen:

Basel: Zuberbühler; Haas, Zwyssig, Murat Yakin, Duruz (Atouba); Barberis, Ergic, Cantaluppi, Esposito; Hakan Yakin; Gimenez (Rossi).

Valencia: Cañizares; Curro Torres, Ayala, Marchena, Fabio Aurelio; Baraja, de los Santos, Rufete, Kily Gonzalez; Carew, Sanchez.

(bert/sda)

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