Fussball: CL-Zwischenrunde - Ein Wunder in Basel?
publiziert: Montag, 17. Mrz 2003 / 20:25 Uhr

(Si) Vier Plustreffer, eine makellose Defensive, Fernsupport von ManU und ein unbezifferbarer Glücksquotient. So liesse sich Basels Rezept zum Vorstoss in die Viertelfinals der Champions League in Kürze umschreiben. Nur: Der FCB spielt gegen Juventus Turin.

Grossartige Mathematiker brauchen die Basler nicht zu sein. Die Konstellation in der Tabelle lässt wenig Spielraum offen. 4:0 oder bei einem Gasttor mit fünf Treffern Differenz müssen die Bebbi ihr letztes Heimspiel der Zwischenrunde gewinnen, um die zweitklassierten Italiener bei einem zwingenden Punktverlust von La Coruña im Heimspiel gegen ManU in extremis noch abfangen zu können.

Statistisch spricht im Prinzip alles für die "Vecchia Signora" und nichts für den FCB. Alle fünf Begegnungen mit Vertretern der NLA gewannen die Norditaliener deutlich, nur einmal, vor bald 18 Jahren gegen GC, mussten sie Gegentore hinnehmen. Für die Basler lohnt sich der Blick ins Fussball-Geschichtsbuch beim Stichwort "Italia" nicht: Dreimal endete das Duell mit den Südeuropäern ohne Punktgewinn.

Gegen den Leader der Serie A, der im St.-Jakob-Park zweifelsfrei mit einem Remis kalkuliert, im Minimum vier Tore schiessen zu müssen, entspricht quasi der Quadratur des Kreises. 0:4 unterlag Juve im Europacup letztmals im März vor drei Jahren. Beim damaligen Fiasko in Spanien gegen Celta Vigo sass allerdings Carlo Ancelotti auf der Trainerbank. Das letzte Resultat ähnlichen Ausmasses reicht in die Fünfzigerjahre zurück: 1958 wurden die Bianconeri vom Wiener Sportklub 7:0 gedemütigt.

Um die Aussichtslosigkeit ihrer Mission wissen in Basel im Prinzip alle. Nur will das zumindest Christian Gross so nicht formulieren. Er gesteht zwar ein, "etwas viel stimmen muss", fordert im selben Moment aber Sonderefforts seiner Offensivabteilung. "Das sind wir unseren fantastischen Zuschauern schuldig".

Keine Schonung

"Fragt doch Rossi, wieviele Tore er schiessen wird", forderte Gross an der Medienkonferenz die Skeptiker auf. "Ja spiele ich denn überhaupt, Mister?" witzelte der Argentinier. Er wird natürlich spielen, ebenso wie der in Thun nicht eingesetzte Gimenez und Hakan Yakin. Von ihnen wünscht sich Gross die vier Tore. "Was bleibt uns anderes übrig?" sinnierte Gross. Und das gegen ein Team, das in der Serie zuletzt sechsmal in Folge gewonnen hat.

Doch auch mitten im europäischen Steigflug hatte Gross nie die das eigene Championat aus dem Fokus verloren. Ausgerechnet am nächsten Samstag steht der Liga-Gipfel mit GC im Programm. Da stellt sich unweigerlich die Frage, wo im Personalbereich die Prioritäten zu setzen sind. Der Coach der Basler liess diesbezüglich aber keine Diskussionen aufkommen. "Im Gegensatz zu Deportivo können wir den Einzug in die Viertelfinals vielleicht noch schaffen. Weshalb sollten wir uns diese kleine Chance selber nehmen?"

Geschont wird zumindest in der Anfangsphase keiner der FCB-Stars. Sollten wundersame Ereignisse -- und davon ist bei allem grossen Respekt vor dem Schweizer Meister auszugehen -- ausbleiben, wird Gross gewiss nicht zögern, die Leistungsträger nach der Halbzeit rasch einmal vom Feld zu nehmen. Denn der Weg zu weiteren Galanächten in der Champions League führt für die Bebbi aller Voraussicht nach nur an den Grasshoppers vorbei.

Comeback von Del Piero wahrscheinlich

Einen ähnlichen Spaziergang wie beim ersten Rendez-vous in Turin (4:0) erwarten die Protagonisten Juves keineswegs. Die markante Steigerung Basels und den fortgeschrittenen Reifeprozess der Schweizer hat man im Piemont mindestens im Trainerstaff registriert. Chef-Coach Marcello Lippi goutierte es jedenfalls gar nicht, dass in seiner Heimat mehrheitlich vom Spitzenkampf gegen Milan am kommenden Samstag gesprochen wird und nur von einer Pflichtaufgabe in Basel die Rede ist.

Lippi plant, den ersten Vorstoss in die Runde der letzten acht seit vier Jahren mit der bestmöglichen Formation sicherzustellen. Vieles deutet überdies auf ein Comeback von Alessandro Del Piero hin. Der Captain der Juventini fehlte wegen einer Oberschenkelverletzung während 45 Tagen. Am Wochenende spielte er mit dem Nachwuchs und schoss gegen Bologna den einzigen Treffer der Partie. Sollte in Basel alles den erwarteten Lauf nehmen, ist mit einer Einwechslung Del Pieros zu rechnen.

Dienstag, 18. März 2003. -- St.-Jakob-Park, Basel. -- SR Stark (De). -- Anpfiff 20.45 Uhr.

Die möglichen Startformationen:

Basel: Zuberbühler; Haas, Murat Yakin, Zwyssig, Atouba; Varela/Barberis, Cantaluppi, Chipperfield; Hakan Yakin; Rossi, Gimenez.

Juventus: Buffon; Thuram, Montero, Ferrara, Zambrotta; Camoranesi, Tacchinardi, Tudor; Nedved; Trezeguet, Zalayeta.

Bemerkungen: Basel ohne Ergic, Esposito (beide verletzt) und Smiljanic (nicht spielberechtigt), Juventus ohne Davids (gesperrt) und Di Vaio (verletzt).

(Sven Schoch/sda)

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