Fussball: Emotionelle letzte Präsentation des EM-Kandidatur-Komitees
publiziert: Mittwoch, 11. Dez 2002 / 20:04 Uhr

(Si) Mit einer "Präsentation der Leidenschaft" empfahl sich das Kandidatur-Komitee Österreich/Schweiz gestern in Nyon letztmals den Mitgliedern der Nationalmannschaftskommission und des UEFA-Exekutivkomitees.

Beppo Maulhart und Ralph Zloczower wählten für die Schlusspräsentation bewust keine PowerPoint Vortrag.
Beppo Maulhart und Ralph Zloczower wählten für die Schlusspräsentation bewust keine PowerPoint Vortrag.
"Wir bauten ein Haus. Ihr bringt die Party". Mit diesen Schlussworten und dem symbolhaften Bild der Verbundenheit durch Händchenhalten warb die rot-weisse Alpenland-Koalition letztmals für den erhofften Zuschlag, in sechs Jahren Veranstalter des drittgrössten Sportevents zu sein. Mit Applaus bedachten die UEFA-Mitglieder die 15-minütige, originelle und gefühlvolle Darbietung des EM-Favoriten, der sich selbst aber trotz dem allseits gerühmten technischen Dossier nicht in der Poleposition sieht.

Warten und hoffen

"Das Rennen ist offen, und vielleicht erleben wir eine Überraschung. Die Hausaufgaben haben wir jedenfalls gemacht und keine Fehler begangen. Deshalb dürfen wir guter Hoffnung sein. Unsere Vorarbeit ist getan.", drückte sich SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower nach dem letzten Effort des Kandidaturkomitees aus. Und sein Mitstreiter, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, ergänzte: "Wir haben alle Auflagen erfüllt und alle Fragen beantwortet. Bildhaft haben wir gezeigt und emotionell ausgedrückt, dass wir alle diese EM wollen. Auf sportpolitische Entscheidungen haben wir aber keinen Einfluss."

Heute kurz nach Mittag wird das UEFA-Exekutivkomitee in Genf seine Entscheidung bekannt geben. Neben Österreich/Schweiz gehört sowohl die Kandidatur "Nordic" der vier skandinavischen Länder Dänemark/Norwegen/Schweden/Finnland, die Doppelkandidatur Schottland/Irland sowie die grosse Unberechenbare, Russland, zu den grossen rot-weissen Widersachern. Die Aussenseiter Griechenland/Türkei, Kroatien/Bosnien und Ungarn werden wohl im ersten Wahlgang ausscheiden.

Alle wollen die EM 2008

Die Regeln für die letzte Präsentation waren klar umrissen. Jeder Bewerber durfte sich der Nationalmannschafts-Kommission der UEFA und den Exekutiv-Komiteemitgliedern, die schliesslich die EM-Endrunde 2008 vergeben, am UEFA-Sitz in Nyon während je 15 Minuten letztmals präsentieren. Nach alphabetischer Reihenfolge musste die Kandidatur Austria/Switzerland beginnen. Sie wählte keine Power-Point-Präsentation, sondern einen gefühlvollen Dialog zwischen zwei neugierigen Kindern und den beiden fachlich dokumentierten Verbandspräsidenten. Die Initianten gewannen jedenfalls den Eindruck, dass ihre Botschaft ankam. Regierungen und Bevölkerung beider Länder wünschen sich sehnlichst diese EM.

Ein Einführungsfilm von sich einspielenden Fussballern im Stadion fokussierte sich auf zwei Kinder im Mittelkreis. Sarah und Elias, ein 14-jähriges Mädchen und ein 17-jähriger Knabe, zeigten auf, dass Käse und Sachertorte, auf einem geteilten Fussball serviert, zusammen passen und munden. Die beiden Kinder stellten anschliessend den beiden Verbandspräsidenten präzise Fragen. Bin ich sicher in den Stadien? Ist das weit zu den Schauplätzen? Hat es genügend Platz? Ist etwas los?

Anschliessend erfolgte eine Frage- und Antwortrunde für die Entscheidungsträger, in der Themen wie die Unterstützung von Regierungen und Bevölkerung, Stadien- und Sicherheitskosten, Auslastung der Stadien sowie steuerrechtliche Vorgehen bei der Durchführung durch zwei verschiedene Länder angeschnitten wurden. Es wurde erneut darauf hingewiesen, dass über 80 Prozent der Bevölkerung die EM 2008 wünschen, die Regierungen die Kandidatur unterstützen, die Stadien mit einer Totalkapazität von 1,2 Millionen Plätzen gefüllt, und alles notwendige für die Sicherheit getan wird.

Die EM-Kandidatur Österreich/Schweiz kostete 5 Millionen Franken. Das Budget konnte eingehalten werden. Für die EM wären 165 Millionen vorgesehen. "Nordic" veranschlagt 190, Schottland/Irland nur 70 Millionen. Zum Vergleich: Belgien/Holland kamen im Jahr 2000 mit 110 Millionen aus, Portugal rechnet 2004 mit 150 Millionen.

Ob die "glühende Leidenschaft" (Zitat Stickler) den Zuschlag findet oder drei Jahre nach der ausgeschlagenen Olympiakandidatur von Sion auch die EM-Bewerbung Österreich/Schweiz durchfällt, wird heute das UEFA-Exekutivkomitee entscheiden.

(bsk/sda)

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