Fussball: FIFA und WADA wegen Antidoping-Code wieder im Streit?
publiziert: Montag, 17. Mai 2004 / 20:19 Uhr

Zwischen der FIFA und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) scheint nun doch wieder Uneinigkeit bei der Unterzeichnung des Antidoping-Codes der WADA zu bestehen. Die Unterschrift ist auf diese Woche vorgesehen.

Blatter drohte unter der Hand mit einem Rückzug des Fussballs aus dem olympischen Programm.
Blatter drohte unter der Hand mit einem Rückzug des Fussballs aus dem olympischen Programm.
"Das Exekutivkomitee beschloss, den Kodex nur zu unterschreiben, wenn sich die WADA mit den mit der FIFA ausgearbeiteten Bedingungen schriftlich einverstanden erklärt hat", gab die FIFA am Montag bekannt.

"WADA-Präsident Dick Pound hat uns am Samstag mitgeteilt, dass er keine Ausnahmen machen könne. Wenn wir keine Einigung erzielen können, werden wir eben allein gegen Doping kämpfen", ergänzte FIFA-Präsident Sepp Blatter in Paris und drohte unter der Hand gar mit einem Rückzug des Fussballs aus dem olympischen Programm: "Ich bin sicher, die ganze Welt würde es nicht verstehen, wenn Fussball nicht bei Olympia dabei wäre, obwohl schon 400 000 Eintrittskarten verkauft sind."

Der Neuenburger Denis Oswald, IOC-Exekutiv-Mitglied und Präsident der Sommersport-Verbände (ASOIF), hatte zuvor bekräftigt dass es unter den Verbänden weiter erheblichen Widerstand gegen die automatische Mindestsperre von zwei Jahren im WADA-Code gibt: "Dies ist der Standpunkt einer Mehrheit, nicht nur der von FIFA und UCI. Es muss möglich sein, individuell innerhalb einer breiteren Spanne zu entscheiden."

Die ASOIF wolle ein Grundsatzurteil des Obersten Sportgerichtshofes (CAS) zu dieser Frage erzwingen, sagte Oswald der deutschen Nachrichen-Agentur "sid": "Beim ersten strittigen Fall werden wir den CAS anrufen." Die Verbände seien zuversichtlich, dass der CAS die starre Wada-Regel nicht akzeptieren würde.

Einigung vom Januar wankt

Noch im Januar schienen die Differenzen zwischen der FIFA und der WADA ausgeräumt. Blatter und WADA-Chef Dick Pound hatten in Zürich beschlossen, eine gemeinsame Dopingvereinbarung anzustreben.

Blatter und Pound einigten sich auf die individuelle Behandlung jedes einzelnen Dopingfalles im Fussball. Im Gegenzug darf die WADA das weltweite Netz von Dopingkoordinatoren der FIFA nutzen.

"Wir können es kaum erwarten, auf das weltweite Netz der FIFA zurückgreifen zu dürfen. Der technische, logistische und wirtschaftliche Nutzen ist enorm. Zudem senden die Hüter des weltweit beliebtesten Sports im Kampf gegen Doping damit ein untrügliches Signal aus", sagte Pound damals.

(bert/Si)

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