Fussball: Favoritenrolle für Luzern und St. Gallen
publiziert: Mittwoch, 26. Feb 2003 / 18:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Feb 2003 / 18:32 Uhr

Die Auf-/Abstiegsrunde wird in diesem Frühjahr zum letzten Mal durchgeführt. Weil die NLA auf zehn Equipen reduziert wird, sichern sich nur die ersten zwei der acht Teams einen Platz in der höchsten Spielklasse. Als Favoriten gelten Luzern und St. Gallen.

Heinz Peischl, dank ihm herrscht in St.Gallen wieder Optimismus.
Heinz Peischl, dank ihm herrscht in St.Gallen wieder Optimismus.
Nach teils überstandenen (Luzern und Aarau), teils noch anhaltenden (Sion und Lugano) finanziellen Stürmen beginnt für die Auf-/Abstiegrunden-Teilnehmer am Wochenende der Kampf ums Überleben auf dem Rasen. Der Abstiegskampf der kommenden Wochen ist durch die Modusänderung noch verschärft worden. Von den NLA-Vereinen Luzern, St. Gallen, Delémont und Aarau müssen mindestens zwei den Gang in die NLB antreten. Gefordert wird dieses Quartett von den ambitionierten B-Ligisten Sion und Lugano, die einige Transfers tätigten und nach der Zwangsrelegation im vergangenen Juni den Wiederaufstieg anstreben.

Trotz der an sich ungemütlichen Ausgangslage ist ein Abstieg in Luzern kein Thema. "Wir verschwenden keine Gedanken an die Nationalliga B. Für uns zählt nur die Zehnerliga", sagte FCL-Trainer "Bidu" Zaugg. Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, haben die Innerschweizer das Kader in den Wintermonaten verstärkt. In der Offensive soll André Muff (sieben Tore in der Qualifikation) argentinischen Support durch den Mittelfeldspieler Adrian Gustavo Giampietri und den Stürmer Matias Esteban Cenci erhalten. Cenci wurde von Bundesliga-Absteiger St. Pauli übernommen, nachdem er bei den Hanseaten als Transferflop abgestempelt und aus dem Profi-Kader gestrichen worden war. Trotz der schlechten Kritiken, die der 25-Jährige aus Deutschland mitgebracht hat, ist Zaugg überzeugt, "dass nun mehr Substanz in der Mannschaft ist."

Rückkehr zur Stärke dank Peischl

Zu bedeutenden Mutationen kam es auch im FC St. Gallen, der erstmals seit acht Jahren wieder gegen den Abstieg kämpfen muss. Dank des neuen Trainers Heinz Peischl hat jedoch im Espenmoos wieder Optimismus Einzug gehalten. Der Österreicher, der den FC Wil in die Finalrunde geführt hatte, will seine erfolgreiche Arbeit in der Kantonshauptstadt fortsetzen. Dazu schlug Peischl einen konsequenten Weg ein. Schon in den ersten Tagen seiner Tätigkeit sortierte er mehrere Spieler aus, unter ihnen die lange Zeit überschätzten Ausländer Frank Hejduk und Jerren Nixon. Vor zwei Tagen beendete er die Transfer-Aktivitäten mit der Verpflichtung von Luganos Torhüter Stefano Razzetti. Der Italiener war während dreieinhalb Jahren der Rückhalt der - trotz Zwangsabstieg - sportlich erfolgreichen Tessiner. Vorne soll Moreno Merenda die Tore zum Klassenerhalt schiessen. Der 24-Jährige schoss zuletzt für Vaduz in der NLB in anderthalb Saisons 40 Tore.

Aarau nimmt zum fünften Mal in Serie an der Relegationsrunde teil. Immer konnten sich die Aargauer retten - oft erst in der letzten Runde. Mit Alain Geiger verfügt der FCA über einen Trainer mit Erfahrung im Abstiegskampf. Zuletzt führte der Walliser zweimal Xamax souverän zum Ligaerhalt. Die Hoffnungen ruhen indes nicht nur auf dem ausgewiesenen Coach. Aarau hat sechs mehr oder minder namhafte Zuzüge getätigt. Mit Sergej Skatschenko (von Metz) stiess ein ehemaliger Schützling Geigers aus Xamax-Zeiten hinzu. Der Ukrainer absolvierte vor zwei Jahren die Auf-/Abstiegsrunde mit den Neuenburger und hatte mit acht Toren wesentlichen Anteil am 1. Platz der Xamaxiens.

Wie stark sind Sion und Lugano

Schwer einzuschätzen sind Sion und Lugano. Die Mannschaft der Walliser hat - wieder einmal - unzählige Änderungen erfahren. Die (Wieder-)Übernahme der finanziellen Schalthebel durch Expräsident Christian Constantin wurde vielerorts als Schmierenstück bezeichnet. Der Architekt aus Martigny bastelt derweil schon an einer Equipe, die "in zwei Jahren zur nationalen Spitze gehören wird." Der Aufstieg in die Zehnerliga ist für Sion aber nur realistisch, wenn die neuen Brasilianer sind, was Constantin angekündigt hat: Weltklasse! Lugano hat Torhüter Razzetti verloren, aber mit Jean-Michel Tchouga (von Basel) und Gabriel Urdaneta (Waldhof Mannheim) immerhin die Offensive verstärkt.

Überraschend käme, wenn Vaduz und Delémont am Schluss einen der zwei begehrten Plätze belegen. Der Aufstieg Kriens´ käme sogar einer Sensation gleich. Die Vaduzer müssen noch bis zur 4. Runde und der ausserordentlichen Nationalliga-Versammlung warten, ehe sie wissen, ob sie theoretisch aufsteigen dürfen. In der Praxis ist die Promotion trotz des 1. Platzes in der NLB-Qualifikation nach dem Abgang von Topskorer Merenda nur schwer realisierbar. Delémont behauptete sich in der höchsten Spielklasse im Herbst zwar erstaunlich gut, doch der Abgang von Routinier Jean-Philippe Karlen nach China hat die Jurassier empfindlich geschwächt. Wie vor drei Jahren führt der Weg der Delsberger nach einer Saison wohl wieder zurück in die Nationalliga B.

Der krasse Aussenseiter im Feld ist Kriens. Während die Konkurrenz versuchte, die besten Posten auf dem Transfermarkt zu akquirieren, machte bei den von Urs Schönenberger trainierten Innerschweizern der Personalmangel teilweise sogar einen geordneten Trainingsbetrieb beinahe unmöglich. Mehr als die gelegentliche Rolle des sogenannten Spielverderbers ist für Kriens kaum möglich.

Anspielzeiten NLA und NLB vom 7. bis 9. März

NLA. Finalrunde. 2. Runde. Samstag, 8. März, 17.30 Uhr: Wil - Grasshoppers. 19.30 Uhr: Basel - Servette. -- Sonntag, 9. März, 16.15 Uhr: Zürich - Neuchâtel Xamax, Young Boys - Thun 16.15 (TV/SAT.1).

NLA/NLB. Auf-/Abstiegsrunde. 2. Runde. Freitag, 7. März, 19.30 Uhr: Lugano - Kriens. Samstag, 8. März, 19.30 Uhr: Luzern - Aarau. Sonntag, 9. März, 14.30 Uhr: Vaduz - Delémont, Sion - St. Gallen.

NLB. Klassierungsrunde. 2. Runde. Samstag, 8. März, 17.30: Bellinzona - Lausanne, Schaffhausen - Concordia, Wohlen - Winterthur. Sonntag, 9. März, 14.30 Uhr: Baden - Yverdon.

(Stefan Wyss/sda)

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