Fussball: Holland am Rande einer Niederlage
publiziert: Dienstag, 15. Jun 2004 / 23:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jun 2004 / 11:20 Uhr

Die markigen Worte des deutschen Teamchefs Rudi Völler waren keine leeren Phrasen. Die Deutschen kamen im Bruderkampf gegen Holland zu einem unerwarteten, aber keinesfalls unverdienten 1:1-Unentschieden.

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Vor dem Spiel hatte Völler angekündigt: Mein Team ist topfit und wird gegen die Holländer alles geben. Beinahe hätte es gar zum Sieg gereicht.

Die Holländer begannen zwar stark und kamen schon in der zweiten Minute durch Ruud Van Nistelrooy zu einer ersten Gelegenheit. Doch der ManU-Superstar kam gegen Oliver Kahn im Tor der Deutschen einen Schritt zu spät.

Danach war aber herzlich wenig von den Holländern zu sehen. Das mit Stars - auf dem Platz und der Bank - gespickte Ensemble kam während der gesamten Begegnung nie mit der kompakten deutschen Defensive und dem Bollwerk im Mittelfeld zurecht.

Völlers Bollwerk

Die Entscheidung von Rudi Völler, mit Kevin Kuranyi nur eine Sturmspitze aufzustellen, zeigte sich als Glücksgriff. Der Teamchef war im Vorfeld des Bruderkampfs für diese Entscheidung von deutschen Medien kritisiert worden.

Durch das kompakte Mittelfeld konnte das Spiel der Holländer neutralisiert werden. Und in der ersten Halbzeit waren es aber die Deutschen, die das Spiel machten. Sie kamen durch dem stark spielenden Kuranyi und einem willigen, aber ineffektiven Michael Ballack zu zwei hochkarätigen Chancen, ehe sie durch Torsten Frings in der 29. Minute in Führung gingen.

Das Tor kam glücklich zustande, war aber verdient. Frings schlug von der linken Seite per Freistoss den Ball in den Strafraum und mit viel Drall sprang er ins Tor, ohne dass ihn ein Verteidiger oder Stürmer berührte.

Holländer taten mehr

In der zweiten Halbzeit taten die Holländer deutlich mehr fürs Spiel. Vor allem die Einwechslung von Mark Overmars für Zenden lohnte sich. Mit dem schnellen Linksaussen von Barcelona konnten die Holländer endlich ihr gefährliches Flügelspiel entwickeln.

Viele zwingende Chancen konnten sich die Holländer allerdings nicht erarbeiten. Und das Tor der Holländer fiel auch aus einer halben Chance. Van Nistelrooy, der während dem gesamten Spiel kaum einen Ball sah, spitzelte von Christian Wörns eng gedeckt den Ball an Kahn vorbei ins lange Eck.

Die Deutschen brachten in der zweiten Halbzeit fast nichts mehr zustande. Der einzige Lichtblick der Deutschen in der zweiten Halbzeit war Bastian Schweinsteiger, der für Bernd Schneider eingewechselt wurde. Von ihm gingen Mal und Mal gefährliche Aktionen aus. In der 89. Minute wäre ihm mit einem Distanzschuss aus knapp 18 Metern beinahe die abermalige Führung gelungen.

Kritik wird nicht ausbleiben

Trotz des Unentschiedens wird die nach den beiden Niederlagen in den Vorbereitnugsspielen gewachsene Kritik an "Bondscoach" Dick Advocaat in seiner Heimat weiter zunehmen. Der frühere Internationale Johan Cruyff hatte schon vor der gestrigen Partie Bedenken angebracht, weil Advocaat das Team nur mit einer nominellen Spitze aufstellte.

Dass Patrick Kluivert, mit 40 Toren in 80 Länderspielen der treffsicherste Stürmer im Aufgebot, oder Roy Makaay sich nicht einmal aufwärmen durften, hat die Position des Nationalcoachs mit Sicherheit nicht gestärkt.

Deutschland - Holland 1:1 (1:0)
Dragão, Porto. -- 46 636 Zuschauer. -- SR Frisk (Sd). -- Tore: 30. Frings 1:0. 81. van Nistelrooy 1:1.

Deutschland: Kahn; Friedrich, Wörns, Nowotny, Lahm; Baumann, Hamann; Schneider (67. Schweinsteiger), Frings (79. Ernst); Ballack; Kuranyi (85. Bobic).

Holland: van der Sar; Heitinga (74. van Hooijdonk), Stam, Bouma, van Bronckhorst; Cocu, Davids (46. Sneijder); van der Vaart; van der Meyde, Zenden (46. Overmars); van Nistelrooy.

Bemerkungen: Holland ohne Seedorf (verletzt). Verwarnungen: 12. Kuranyi (Hands), 29. Cocu (Foul), 73. Stam (Foul).

(bsk/news.ch)

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