Fussball: Interview mit SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower
publiziert: Sonntag, 12. Okt 2003 / 15:53 Uhr

SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower gilt als bodenständiger Diplomat. In Euphorie verfällt der 70-jährige Berner Fürsprecher selten. Doch der Realist war nach dem 2:0 gegen Irland ausser sich: "Kuhn hat die letzten Skeptiker überzeugt".

SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower.
SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower.
Wie haben Sie das entscheidende Spiel miterlebt?

Ralph Zloczower: Ich habe mitgefiebert, mitgeschwitzt und mitgezittert. Und ich habe etwas Substanz und einige Kilos verloren. Nun bin ich stolz und glücklich. Doch ich war immer zuversichtlich.

Was hat Ihnen am Schweizer Spiel imponiert?

Zloczower: Alle sind bis zum Umfallen gerannt und haben gekämpft. Jeder für den andern. Wir stellten ein harmonisches Gefüge. Man hat gespürt, dass die Mannschaft hinter ihrem Coach steht und an ihn glaubt. Kuhn hat die letzten Skeptiker überzeugt.

Demnach steht einer Vertragsverlängerung nichts im Wege.

Zloczower: Das Arbeitsverhältnis mit Kuhn verlängert sich nac der Qualifikaton bis zur EM 2004 automatisch. Was die Zeit danach bestrifft, ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Gespräche sind im Gang. Wir haben das schon vor dem Ausscheidungsfinale so vereinbart. Wir stehen weder unter Zeitdruck noch haben wir einen Zeithoriziont abgesteckt. Es besteht gegenseitiges Interesse zu einer weiteren Zusammenabeit.

Was spricht denn für Kuhn?

Zloczower: Seine Sachkompetenz und seine Akzeptanz in der Mannschaft. Er ist eine menschlich sympathische Persönlichkeit, bescheiden, ruhig und ehrlich. Dazu hat er einen analytischen Verstand. Mit dem erbrachten Leistungsausweis gibt dies ein abgerundetes Bild. Kuhn passt zu uns und unserem Konzept. Er ist der erste Botschafter des Schweizer Fusballs.

Was bedeutet die EM-Qualifkation für den Schweizer Fussball?

Zloczowe: Wir stehen wieder im europäischen Schaufenster. Unser Fussball hat wieder an Ansehen und Prestige gewonnen. Ich denke in erster Linie nicht ans Geld, sondern an unsere sportliche Entwicklung. Bei meinem Amtsbeginn vor zweieinhalb Jahren sagte ich, dass ich drei sportliche Ziele verfolge. Erfolge der Nationalmannschaft, des Klubfussballs und die Ausrichtung einer Grossveranstaltung. Unser Nationalteam hat aus eigener Kraft die EM-Endrunde in Portugal erreicht, der FC Basel hat in der Champions League für Furore gesorgt, und die Schweiz ist zusammen mit unserem Partner Österreich Ausrichter der EM 2008. Wir haben einige Wünsche dank guter Zusammenarbeit verwirklicht.

Ist die Schweiz somit zur europäischen Grossmacht im Fussball aufgestiegen?

Zloczower. Ich bleibe Realist. Wir müssen auf dem Boden bleiben. Zu den allerbesten Fussballnationen Europas gehören wir nicht. Unsere Fortschritte sind aber erkennbar. Wir stehen aber erst am Anfang unserer positiven Entwicklung. Der Höhepunkt sollte 2008 bei unserer EM erreicht werden. Dann sollte auch unser Ausbildungsprogramm Futuro mit der besonderen Förderung von 15 besondere Talenten Früchte zeigen.

Einige Worte noch zu Hakan Yakin, dem ´Märtyrer´ des Schweizer Fussballs.

Zloczower: Hut ab vor seiner Leistung und die der gesamten medizinischen Abteilung. Was sie alle geleistet haben, verdient Dank und Anerkennung. Hakans Traumpässe und sein Tor sind für diese Mannschaft eminent wichtig. Sein Wille und sein Kampfgeist zum Wohle der Mannschaft haben alle beflügelt. Ich bin stolz auf diese Nationalmannschaft, die es verdient, als Mannschaft geehrt und gewürdigt zu werden und die ihren Leistungszenit noch nicht erreicht hat.

(Peter Wyrsch (Si)/Si)

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