Fussball: Italien, Milan beendet Durststrecke in Bologna
publiziert: Montag, 13. Jan 2003 / 17:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Jan 2003 / 17:46 Uhr

Nach der kurzen Winterpause sind in Italien die Mannschaften in die zweite Saisonhälfte gestartet. Die heissesten Titelkandidaten sind Milan und Inter. Beide Mailänder Mannschaften zeigten im ersten Spiel des Jahres, dass sie ihre Form des vergangenen Herbstes nicht verloren haben.

Die AC Milan, Tabellenführer nach der Winterpause zusammen mit Inter Mailand, errang einen wichtigen 2:0 Auswärtssieg gegen Bologna. Es ist dies die erste Heimniederlage für Bologna im Stadio Dall’Ara. Die Mannschaft von Trainer Guidolin hatte bis anhin nicht einmal einen Punkt im eigenen Stadion abgegeben. Der Sieg Milans überrascht ebenfalls wegen der langen Durstphase der Mailänder in der Emilianischen Stadt, wo sie seit 16 Spieltagen nicht mehr gewinnen konnten. Trainer Milans Carlo Ancelotti hatte sich für einen einzigen Stürmer mit Shevchenko und einem gestaffelten Mittelfeld mit Rivaldo und Rui Costa entschieden. Etwas überraschend blieb der italienische Stürmerstar Pippo Inzaghi nur auf der Bank. Die Aufstellung bewährte sich jedoch durch die Überlegenheit im Mittelfeld. In der 51. Minute erzielte der Ukrainer den Führungstreffer. Die endgültige Entscheidung fiel in der 78. Minute, als der Brasilianer Serginho das 2:0 erzielte.

Internazionale stand dem Stadtrivalen in nichts nach. 2:0 gewannen die “Nerazzurri” gegen ein klar unterlegenes Modena, das nie den Hauch einer Chance hatte. Die Tore wurden von Recoba und Crespo erzielt. Letzterer verletzte sich während der Partie an den Adduktoren und musste ausgewechselt werden. Ungeachtet dessen geht das Hin und Her um den Transfer des Argentiniers Solari von Real Madrid weiter. Spielt Inter jedoch so weiter wie in dieser Partie, sind sie nicht unbedingt auf den Kauf eines neuen Spielers angewiesen. Das Inter-Umfeld fiebert auch mehr der Rückkehr von Vieri entgegen als dem Transfer Solaris.

Trezeguet liess sich nicht beeindrucken

Juventus Turin schlug Reggina vernichtend mit 5:0 und rückt der Tabellenspitze so wieder etwas näher. Da Lazio nur ein Unentschieden erreichte, befindet sich “Die Alte Dame” jetzt nur noch einen Punkt hinter den Römern und vier Punkte hinter Milan und Internazionale, die mit 36 Punkten die Tabelle anführen. Nach verletzungsbedingter Pause kehrte der französische Stürmer David Trezeguet erfolgreich mit seinem ersten Treffer und zwei Assists in die Reihen der Turiner zurück. In den letzten Tagen war Trezeguet allerdings nicht nur wegen seines fussballerischen Könnens in den Schlagzeilen geraten: Der Franzose fordert eine Gehaltserhöhung von seinem derzeitigen Arbeitgeber. Die daraus entstandenen Diskussionen scheinen ihn jedoch nicht im Geringsten zu belasten. Er zeigte ein grosses Spiel. Die anderen Treffer wurden von Conte, Del Piero und Di Vaio erzielt. Dazu kam ein Eigentor des Verteidigers Reggina Verteidigers Cozza.

Roma kommt nicht aus der Krise

Die AS Roma verlor zu Hause 0:1 gegen Chievo Verona und die Krise will nicht abreissen. Der Siegestreffer erzielte Cossato in der 89. Minute. Rom kombinierte stellenweise zwar gut und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten um in Führung zu gehen. Es bleibt jedoch das alte Problem, dass man im Abschluss zu wenig konkret und kaltblütig ist. Somit sind in dieser Saison die “Giallorossi” nur Mittelklasse: Sie befinden sich derzeit auf Rang neun mit 23 Punkten. Dacourt spielte sein erstes Spiel in den Farben Roms. Der Franzose war von Leeds United zu den Römern in der Winterpause gekommen.

Piacenza und Parma trennten sich in einem guten und interessanten Spiel 1:1 unentschieden. Obwohl Piacenza in der ersten Halbzeit das Geschehen dominierte, ging Parma in der 28. Minute durch einen Konter und dem Tor Mutus in Führung. In der zweiten Halbzeit waren die Dinge genau umgekehrt: Parma hatte zwar die Oberhand, aber Piacenza erzielte in der 46. Minute den Ausgleich. Trotz der Rückkehr des letztjährigen Torschützenkönigs Dario Hubner in den Angriff von Piacenza, war dieser nicht in der Lage, seine Mannschaft zum Siege zu führen.

Como und Atalanta Bergamo kamen ebenfalls nicht über ein 1:1 hinaus. Nach den jüngsten Gewalttaten im Stadio Sinigaglia in Como, musste die Partie auf neutralem Boden, im Stadio Giglio in Reggio Emilia, ausgetragen werden. Das Unentschieden bringt den Mannschaften herzlich wenig, da sich beide mit dem Kampf gegen den Abstieg befassen müssen: Como ist Tabellenletzter mit nur sechs, Bergamo Viertletzter mit elf Punkten. Die beiden Tore wurden von Bjelanovic für Como und Foglio für Bergamo erzielt.

Lazio stemmt sich gegen den finanziellen Ruin

Die Partie zwischen Udinese und Perugia ging torlos zu Ende. Die Friulaner bestimmten von Anfang an den Rhythmus des Spiels. Besonders Jørgensen und Jankulovski trugen auf den Flügeln viel zur Spielgestaltung bei. Allerdings beklagte sich Udineses Trainer Preziosi am Ende des Spiels über gewisse Probleme in der Ausführung gewisser Spielzüge. Nichtsdestoweniger nehmen sie den siebten Rang in der Tabelle ein und sind mit Milan die einzige Mannschaft, welche zu Hause noch nie verloren hat.

Empoli – Torino und Brescia – Lazio waren die zwei vorgezogenen Begegnungen des 16. Spieltages und wurden bereits am Samstag ausgetragen. Die Piemonteser aus Turin benötigten unbedingt einen Erfolg gegen die Toskaner, da die Mannschaft von Trainer Ulivieri im Moment auf dem zweitletzten Platz der Tabelle steht. In einem überaus laschen Spiel ohne Höhepunkte, fiel die Entscheidung während der Schlussphase: in der Nachspielzeit fielen zwei Tore. Ein Eigentor von Empolis Verteidiger Cribari gab den Turinern die vorübergehende Führung. Nur drei Minuten später jedoch glich Rocchi mit einem Weitschuss zum Endstand von 1:1 aus.

In der zweiten Begegnung vom Samstag trafen Brescia und Lazio aufeinander. Die Römer standen in letzter Zeit häufiger im Rampenlicht wegen der desolaten finanziellen Situation, in welcher sich der Klub im Moment befindet. Mit dem Rücktritt von Lazios Präsident Sergio Cragnotti war der Tiefpunkt dieser Krise erreicht. Die Spielersaläre konnten und wurden nicht mehr bezahlt und auf den Titelseiten der italienischen Sportzeitungen munkelte man schon vom bevorstehenden Ausverkauf der Spieler.

Die Mannschaft überraschte jedoch alle Propheten des italienischen Fussballs mit einem positiven Ergebnis nach dem anderen. Sieben Auswärtssiege in Folge, 31 Treffer und Rang Drei während der Winterpause. Am Samstagabend hätten die “Biancocelesti” Roms den Rekord aus der Saison 1992-93 von Sacchis “Grande Milan” von acht Auswärtssiegen in Folge egalisieren können. Das Spiel endete jedoch mit einem enttäuschenden aber gerechten 0:0, da keine der beiden Mannschaften klar überlegen war. Lazios Trainer Mancini war ein wenig verdrossen über den verpassten Rekord, äusserte sich jedoch froh über das Unentschieden. Somit endet die Serie von Auswärtssiegen der Römer - aber wenigstens haben die Spieler Lazios nach drei Monaten am Samstag ihren Lohn wieder erhalten.

(Colin Porlezza/news.ch)

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