Fussball: Niederlage für die Schweiz nach Eklat
publiziert: Samstag, 15. Nov 2003 / 19:30 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Nov 2003 / 16:24 Uhr

Nach einer ersten Halbzeit ohne das nötige Engagement verlor die Schweizer U21-Nationalmannschaft das Hinspiel der EM-Achtelfinals gegen Tschechien mit 1:2. Bereits im Vorfeld der Partie hatte Johan Vonlanthen für einen Eklat gesorgt.

Zwei Fehler in der Abwehrorganisation kosten die Schweizer Auswahl wohl die Qualifikation für die EM-Endrunde im kommenden Jahr und damit auch die Möglichkeit, an den Olympischen Sommerspielen in Athen teilnehmen zu können.

Eine ungenügende Zuordnung war Ursprung des Ausgleichstreffers durch Vaclav Sverkos (32.) gewesen. Beim 1:2 wurde Jiri Koubsky von André Muff und Mario Eggimann praktisch sekundiert statt nachhaltig gestört. Es waren die einzigen Chance der Tschechen in den ersten 45 Minuten gewesen, die sie allerdings eiskalt ausnutzten.

Und dabei hatte alles so gut begonnen: Schon nach sieben Minuten brachte Alain Nef die Schweiz nach einem Zögern des tschechischen Goalies mit einem wuchtigen Kopfball 1:0 in Führung.

"Wir spielten ängstlich, vielleicht war in den Hinterköpfen der Respekt vor dem grossen Namen Tschechien zu gross", sagte Roland Schwegler auf der Suche nach Erklärungen für die ungenügende Darbietung vor der Pause.

Nach der Führung hätten sich die Schweizer von den Tschechen einschläfern lassen, so Challandes. Und schliesslich seien sie von einem Konter und einem Corner überrascht worden, obwohl sie in der Vorbereitung explizit auf diese Punkte hingewiesen hätten.

Die Schieflage der ersten Halbzeit vermochte das Ensemble von Bernard Challandes trotz immensem Einsatz nicht mehr zu korrigieren. Obwohl der Coach bereits zur Pause sein Team umformierte, und anstelle von André Muff Daniel Gygax vom rechten Mittelfeld in den Sturm beorderte, fehlte auch im zweiten Umgang über weite Strecken die offensive Durchschlagskraft.

Marco Streller war zwar agil und häufig anspielbar, doch wurde der Topskorer der Super League seine zuletzt in der Liga offenbarten Ladehemmungen auch auf internationalem Parkett nicht los.

In der 72. Minute bot sich Streller die grösste Schweizer Chance des ganzen Spiels, aber er scheiterte nach einer schönen Kombination mit Daniel Gygax aus wenigen Metern am tschechischen Keeper. Zwar suchte die älteste SFV-Juniorenauswahl nach den Seitenwechsel den Ausgleichstreffer, doch war gegen die vom erfahrenen Tomas Hübschman dirigierte Abwehr kaum ein Durchkommen.

Erst in den letzten Minuten offerierten sich den Schweizer Akteuren einige Chancen. "Wir waren zu wenig effizient", sagte Challandes nach der Partie. Vor allem in der enttäuschenden ersten Halbzeit sei sein Team physisch zu wenig präsent gewesen. Dabei hatte der Coach mit der Nomination von Muff (statt Johan Vonlathen) neben Streller gerade diesem Aspekt besonderes Gewicht geben wollen.

Noch am Donnerstag hatte Bernard Challandes von einem Luxusproblem gesprochen, über mindestens drei Stürmer von internationalem Format zu verfügen. Im Verlaufe des Samstages verwandelte sich der vermeintliche Vorteil jedoch in ein vielleicht kursweisendes Handicap.

Johan Vonlanthen, ungeschliffenes Stürmerjuwel bei PSV Eindhoven, mochte nicht mit der Reservistenrolle vorlieb nehmen und verfolgte die Partie auf der Tribüne. Muff dagegen zeigte einen ähnlich bescheidenen Auftritt wie zuletzt jeweils auch mit dem FC Zürich.

Schweiz - Tschechien 1:2 (1:2)

St.-Jakob-Park. -- 13 521 Zuschauer. -- SR Dan Tudor (Rum). -- Tore: 7. Nef 1:0. 32. Sverkos 1:1. 41. Koubsky 1:2.

Schweiz: Wölfli; Lichtsteiner, Eggimann, Schwegler, Nef; Gygax (81. David Degen), Bah (70. Baumann), Rochat, Barnetta; Muff (46. Philipp Degen), Streller.

Tschechien: Lastuvka; Vidlicka (48. Schuster), Hübschman, Koubsky, Bures; Kobylik, Plasil, Polak, Kolar (76. Slepicka); Sverkos (89. Rezek), Licka.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senderos, Shala, Denicolà, Darbellay (alle verletzt), Vonlanthen, Cerrone, Montandon und Von Bergen (auf der Tribüne). Verwarnungen: 38. Vidlicka (Unsportlichkeit), 80. Slepicka (Foul), 92. Kobylik (Zeitspiel), 93. Bures (Ballwegschlagen).

U21. EM-Achtelfinals. Hinspiele:

Am Samstag: In Basel: SCHWEIZ - Tschechien 1:2 (1:2) In Farum: Dänemark - Italien 1:1 (1:1) In Halmstad: Schweden - Spanien 2:0 (0:0) In Minsk: Weissrussland - Polen 1:1 (1:0) In Guimaraes: Portugal - Frankreich 1:2 (1:2)

Am Freitag spielten: In Belgrad: Serbien-Montenegro - Norwegen 5:1 (3:0) In Leverkusen: Deutschland - Türkei 1:0 (1:0)

Am Sonntag spielen: In Varazdin: Kroatien - Schottland 17.00 Uhr

(von Sascha Rhyner, Basel/Si)

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