Fussball: Nur noch vier Kandidaten für die WM 2010
publiziert: Freitag, 14. Mai 2004 / 22:49 Uhr

Minuten vor der letzten Präsentation hat Tunesiens Bewerbungskomitee am Freitagnachmittag seine Kandidatur für die Durchführung der WM-Endrunde 2010 zurückgenommen. Somit buhlen noch Ägypten, Libyen, Marokko und Südafrika um den heutigen Zuschlag.

Der Rücktritt Tunesiens wurde von Blatter bereits angedeutet.
Der Rücktritt Tunesiens wurde von Blatter bereits angedeutet.
Was sich bereits in den letzten Tagen angekündigt hatte und von FIFA-Präsident Joseph Blatter schon vor einer Woche angedeutet worden ist, wurde gestern im FIFA-Hauptsitz offiziell bestätigt: Der tunesische Verbandspräsident Hamouda Ben Ammar verkündete den 24 Exekutivmitgliedern der FIFA, dass Tunesien nach vier Jahren des Werbens, Planens und Investierens auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

Keine Doppelkandidatur möglich

Ben Ammar bezog sich bei seinem späten Rückzug auf die Äusserung Blatters, dass eine Doppelkandidatur gemäss FIFA-Statuten nur dann möglich sei, wenn keine valablen Kandidaturen vorhanden sind, welche die WM-Endrunde alleine durchführen könnten. Weil Ägypten, Marokko und Südafrika von der FIFA-Inspektionsgruppe das Potenzial zugestanden worden ist, eine WM alleine zu organisieren, war Tunesiens Doppelkandidatur zusammen mit Libyen aussichtslos geworden.

Die Libyer präsentierten in der Folge eine Einzelbewerbung, die sich im wesentlichen auf Planspiele abstützte. Wie Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi in sechs Jahren alle versprochenen Stadien, Hotel- und Verkehrs-Infrastrukturen realisieren könnte, bleibt wohl sein Geheimnis.

Marokko und Südafrika einfallslos

Ob die beiden Top-Bewerber Marokko und Südafrika die Exekutivmitglieder mit wenig einfallsreichen Präsentationen auf ihre Seite ziehen konnten, wird sich am Samstagmittag weisen, wenn auf dem Zürcher Sonnenberg zur geheimen Wahl geschritten wird.

Die Marokkaner betonten ihre Nähe zu Europa, was kurze Wege für Offizielle, Spieler und Fans bedeute. Sie versuchten auch nochmals, beim Wahlgremium die Sicherheitsbedenken zu zerstreuen und setzten auf ihre fussballerischen Verdienste, welche einen Zuschlag im vierten Versuch verdienen würden. Marokko war 1970 das erste afrikanische Team an einer WM-Endrunde, schaffte es 1986 auch als erstes afrikanisches Land in die zweite Runde und stellte 1998 den ersten afrikanischen Schiedsrichter in einem WM-Final.

Südafrika setzte voll auf seine berühmten Politiker, Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und Staatspräsident Thabo Mbeki, die extra nach Zürich gereist waren, um mit eindringlichen Reden auf die Wähler einzuwirken. In den Filmvorführungen wurde auf das typische Afrika mit den Wildtieren und auf das Nebeneinanderleben von Schwarz und Weiss gesetzt. Sind seine sportlichen Meriten eher unbedeutend, so beeindruckte Südafrika in den letzten zehn Jahren seit dem Ende der Apartheid mit der Organisation von zahlreichen Grossanlässen in Sport, Wirtschaft oder Politik.

Ein lachender Dritter?

Als lachender Dritter aus dem Duell zwischen Marokko und Südafrika möchte Ägypten herausgehen. Das Riesenland am Nil zählt in seinem Bewerbungskomitee auf Schauspieler Omar Sharif und betonte in der letzten, sympathischen Präsentation nochmals seine Stärken. 70 Millionen Einwohner garantieren volle Stadien und Kassen. Vier Siege im Afrika-Cup deuten die fussballerische Stärke an und die hohe Zahl an alljährlichen Touristen bezeugt, dass Verkehrs-, Telekommunikations- und Hotelinfrastruktur bereits in ausreichender Qualität vorhanden ist.

(von René Baumann/Si)

Nati-Captain Stephan Lichtsteiner hat einen Plan nach der Aktivkarriere.
Nati-Captain Stephan Lichtsteiner hat einen Plan nach der Aktivkarriere.
Nach der Aktivkarriere  Nati-Captain Stephan Lichtsteiner befindet sich mit Herbst seiner Karriere. Wann er die Schuhe an den Nagel hängt, lässt er vorderhand offen. Einen Plan für danach hat er aber bereits gefasst. mehr lesen 
Schweizer Nationaltrainer  Die Fussball-EM wird wie erwartet um ein Jahr in den Sommer 2021 verschieben. Der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic bezieht Stellung. mehr lesen  
Der frühere GC-Profi Marko Basic wechselt definitiv nach China.
In die zweite Liga  Der Wechsel von Marko Basic nach China ist perfekt. Der frühere Hopper unterschreibt bei Zweitligist ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
Gratisessen-Aktion «San Gallä für alli» von Stefano Patta am 8.8.2020 in der Altstadt von St. Gallen.
San Gallä för alli: Unternehmer lädt zu Wurst und Pasta ein  Am Samstag, 29. August können St. Gallerinnen und St. Galler in 23 Lokalen in der Innenstadt eine Gratis-Bratwurst oder ein Pasta-Gericht geniessen. Den ... mehr lesen
News
         
Die Formel von CBD-THC.
Publinews CBD Produkte sind förderlich für die Gesundheit. Daran besteht heute kein Zweifel mehr. Immer mehr Länder öffnen sich dem Markt, weil auch die ... mehr lesen
Sich erst einmal in die Materie einbringen und schauen.
Publinews Fussballwetten werden mittlerweile am häufigsten gespielt. Aufgrund dessen gibt es in dem Bereich ebenfalls die ein oder anderen Vorteile, die man bei den ... mehr lesen
Fussballschuhe sind Hightech-Produkte
Publinews Gute Fussballschuhe sind ein Must-Have für jeden Fussballer  Die Fussballschuhe sind unerlässlich zum Fussballspielen. Jeder Spieler braucht gute Fussballschuhe, trotzdem ... mehr lesen
Schweizer Flagge, Fussball
Publinews Fussballvereine unter Erfolgsdruck  Fussball ist ein Mannschaftssport mit einer grossen Fangemeinde - das ist allgemein bekannt. Seit nunmehr über 100 Jahren erfreut er sich einer beständigen ... mehr lesen
Grenzenlose Liebe und Treue für nicht irgendeinen Fussballverein, sondern den natürlich besten Klub der Welt.
Publinews Fan-Utensilien  Trikot, Schal und Fahne - Die Zeiten scheinen sich wohl nie zu ändern, in denen nicht das klassische Fanartikel-Trio eine ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten