Fussball: Ottolog von 'Rehakles'
publiziert: Freitag, 2. Jul 2004 / 15:26 Uhr

Griechenlands Coach Otto Rehhagel (65) geniesst den Triumph sichtlich. Nach dem 1:0 im Halbfinal gegen Favorit Tschechien liess er es sich vor versammelter internationaler Medienschar nicht nehmen, eloquent über den Erfolg zu parlieren.

Vor dem Turnier wurden die Griechen bei den Buchmachern mit 80:1 als Turniersieger gehandelt.
Vor dem Turnier wurden die Griechen bei den Buchmachern mit 80:1 als Turniersieger gehandelt.
Der Kontakt mit den Journalisten ist allerdings nur mittelbar, denn die Kommunikation findet via einer englisch-griechischen Dolmetscherin und einem griechisch-deutschen Übersetzer statt.

Und König Ottos Antworten (in deutsch) finden die Adressaten auch wieder auf zweifachem Umweg. Dafür fallen seine Statements umso ausführlicher aus. Der Ottolog:

"Ich habe den Spielern in der Garderobe soeben gesagt: 'Das Märchen geht weiter. Schritt für Schritt.' Am Nachmittag haben wir uns in der Besprechung geschworen, es den Tschechen nicht zu einfach machen zu wollen. Ich wusste natürlich wie das geht, ich bin schliesslich ein alter Routinier."

"Das läuft bei uns ganz einfach. Ich gebe die Ratschläge, die Spieler setzen es auf dem Rasen in die Tat um. Jetzt dürfen wir ein wenig feiern.

Ein Glas Wein ist nach einer Final-Qualifikation schon drin. Ja gut, die Frauen der Spieler kommen ja auch ins Hotel. Vielleicht gibt es auch eineinhalb Gläser."

"Ob der Einzug in den EM-Final der grösste Erfolg meiner Karriere ist? Natürlich haben alle Siege und Erfolge einen hohen Stellenwert. Aber das hier ist schon eine enorm grosse Geschichte."

"Eine Geschichte, an der alle mitgeschrieben haben. Jeder Spieler ist für mich in einem Team wichtig. Das ist bei dieser Mannschaft nicht anders. Ich sage den Spielern immer, dass jeder eine grosse Bedeutung haben kann. "

"Natürlich sind dann diejenigen, die draussen sitzen leicht enttäuscht; aber sie stellen sich in den Dienst des Teams, drücken ihren Kollegen auf dem Rasen die Daumen und warten, bis für sie die grosse Stunde schlägt. Schaut euch zum Beispiel Vasilios Tsiartas an. Er kam in der Verlängerung rein und schoss den Corner, der zum 1:0 führte. Ist das nicht toll!?"

"So etwas ist ein Sinnbild für die Solidarität in dieser griechischen Mannschaft. Wir haben prima Kerle, die alles für diesen Erfolg getan haben. Tschechien hat natürlich auch ein wunderbares Team. Es spielt sogar schöner als wir, aber im Fussball zählen die Tore und wir haben eines erzielt, sie nicht."

"Und jetzt kommen schon die Fragen zu meiner Zukunft als deutscher Bundestrainer. Da sage ich euch ganz klar. Ich bin heute (am Donnerstag vor dem Halbfinal -- Red.) schon um sieben Uhr aufgestanden und habe mit dem Trainerstab die Vorbereitung auf die Partie gegen Tschechien an die Hand genommen."

"Da war kein Gedanke an Deutschland. Und nun können wir ein wenig feiern. Aber schon ab morgen (gestern Freitag -- Red.) ist es meine verdammte Pflicht und auch mein Wille, an meine Spieler und an den Final zu denken. Und nur daran. Alles andere hat doch keinen Platz"

"Schön ist es, im Final auf einen alten Bekannten aus Deutschland zu treffen. Schiedsrichter Markus Merk kenne ich ja schon so lange. Seit er 15 Jahre alt war, kenne ich ihn. Damals habe ich auf dem Betzenberg für Kaiserslautern gespielt."

"Er ist ein guter Mensch und ein toller Schiedsrichter. Aber unsere Bekanntschaft ist natürlich für Griechenland kein Vorteil im Final. Ich kann allen versichern, dass Markus Merk mit mir immer sehr streng gewesen ist; einmal hat er mich sogar auf die Tribüne geschickt."

Und da blitzt das schelmische Lachen des Essener Mitsechzigers wieder auf. König Otto erhebt sich und verlässt mit seinem Begleittross den Raum. Der Ottolog ist beendet. Am Sonntagabend, zu später Stunde im Estadio da Luz in Lissabon, wird ein nächster folgen.

(Aufgezeichnet von Stefan Wyss/Si)

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