Fussball: SFV prüft Standort-Alternativen für Zürich
publiziert: Donnerstag, 26. Feb 2004 / 16:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Feb 2004 / 20:53 Uhr

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) zeigt sich besorgt über die Verzögerung des Stadionbaus in Zürich und prüft im Hinblick auf die EM-Endrunde 2008 alternative Standorte in der übrigen Schweiz.

"Ganz Europa würde es nicht begreifen, wenn die Schweiz nicht fähig wäre, im Wirtschaftszentrum Zürich ein neues Stadion für 30 000 Zuschauer zu errichten", sagte SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower an einer Pressekonferenz in Bern. Er appelliert an alle Beteiligten: "Die Diskussion muss im ganzen Land geführt werden, denn es würde die ganze Schweiz betreffen, wenn das Stadion Zürich nicht rechtzeitig fertig gestellt wäre."

Sieben Rekurse beschäftigen zurzeit die Behörden. Sie könnten den Baubeginn derart lange verzögern, dass die Eröffnung nicht mehr rechtzeitig vor dem EM-Start in vier Jahren in der Schweiz erfolgen würde.

Zloczower: "Bis im Sommer dieses Jahres, allerspätestens im Herbst müssen wir den definitiven Termin des Baubeginns wissen. Spätestens im Frühjahr 2007 muss das Stadion fertig gebaut sein. Eigentlich haben wir bei der Bewerbung den Herbst 2006 als Termin angegeben, bis wann alle vier Schweizer EM-Stadien fertig sein werden."

Wenig Verständnis

Der SFV-Präsident bringt wenig Verständnis für die Rekurrenten auf: "Alle sagen, sie hätten nichts gegen das Fussballstadion, aber dennoch wird der Bau mit allen Mitteln verzögert. Einmal ist die Mantelnutzung das Problem, dann richtet man sich gegen die Erschliessung oder sonst gegen Weiss-der-Teufel-Was.

Ich gestehe jedem Bürger zu, von seinem Recht Gebrauch zu machen, aber es sollte nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossen werden. Mir scheint fast, dass Missbrauch getrieben wird. Es kann doch nicht sein, dass sich jemand in Graubünden ernsthaft an der Isolation oder am Heizmaterial stören kann."

"Wenn alle Rechtswege bis zum Bundesgericht beschritten werden, glaube ich persönlich nicht mehr an eine rechtzeitige Fertigstellung des Stadion in Zürich", sagt Zloczower und räumt ein, bereits Alternativen geprüft zu haben. Welche Standorte dafür in Frage kommen, wollte er jedoch nicht preisgeben.

"Wir sind erst in der Entwicklungsphase und haben mit unseren beiden Partnern Österreich und UEFA noch nicht darüber geredet. Zudem ist das Stadion Zürich noch nicht tot. Die Signale aus Zürich sind immer noch recht positiv."

(rp/Si)

 
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