Fussball: Schweizer Wunsch erfüllt
publiziert: Samstag, 6. Sep 2003 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Sep 2003 / 20:26 Uhr

Mit dem von der Schweiz erhofften Ergebnis endete das Verfolgerduell in der EM-Ausscheidungsgruppe 10 zwischen Irland und Russland. Damien Duff (35.) und Sergej Ignaschewitsch (42.) erzielten in Dublin die Treffer zum leistungsgerechten 1:1.

Der Nationaltrainer Köbi Kuhn und sein Assistent Michel Pont können mit dem Ergebnis von Irland gegen Russland zufrieden sein.
Der Nationaltrainer Köbi Kuhn und sein Assistent Michel Pont können mit dem Ergebnis von Irland gegen Russland zufrieden sein.
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Das Remis in einem mittelmässigen Spiel an der ausverkauften Lansdowne Road bedeutet für die Schweiz, dass sie sich mit zwei Unentschieden am Mittwoch in Russland und am 11. Oktober in Basel gegen Irland den Gruppensieg sichern könnte.

Gewinnt das Team von Köbi Kuhn eine der zwei ausstehenden Partien fährt sie ebenfalls als Gruppensieger an die EM 2004 nach Portugal. Schafft die Schweiz gegen die beiden EM-Rivalen ein Unentschieden, kann sie im November zumindest die Barrage der Gruppenzweiten bestreiten.

Die Leistungen der beiden nächsten Schweizer Gegner dürften den Schweizer Teamchef bis am nächsten Mittwoch ruhig schlafen lassen. Die Russen deuteten in keiner Phase des Spiels an, dass ihnen der kürzliche Trainerwechsel und die Wiedernomination der drei Routiniers Alexander Mostowoj, Wiktor Onopko und Dimitri Alenitschew spürbaren Auftrieb und neues Selbstvertrauen verliehen hätte. Sie müssen nun die beiden letzten Heimspiele gegen die Schweiz und gegen Georgien gewinnen, wenn sie nächsten Sommer an die EM in Portugal reisen wollen.

Noch enttäuschender als die Gäste trat in Dublin jedoch Gastgeber Irland auf. Erst in der Schlussphase bekam man jenes Pressing zu sehen, das in früheren Spielen das Markenzeichen der Iren gewesen war. Zwar blieb das Team von Brian Kerr auch im achten Spiel seit dem Trainerwechsel ungeschlagen, es vergab gegen die durchschnittlichen Russen aber eine sehr gute Möglichkeit, seine Ausgangslage vor dem letzten Spiel in der Schweiz weiter zu verbessern.

Beide Tore in Dublin fielen nach abgelenkten Schüssen kurz vor der Pause. Onopko fälschte einen Flachschuss von Damien Duff, dem auffälligsten Spieler im Team der Iren, unhaltbar in die tiefe linke Ecke ab. Sieben Minuten später tat es ihm sein Gegenüber in der irischen Innenverteidigung, Gary Breen, gleich: Am Boden liegend, gab er einem Schuss von Sergej Ignaschewitsch eine andere Richtung. Goalie Shay Given war chancenlos.

Es waren keineswegs zwingende Torchancen der beiden WM-Teilnehmer 2002 in Japan und Südkorea gewesen, die zum Erfolg geführt hatten. Bessere Möglichkeiten gab es jedoch über die gesamte Spieldauer gesehen keine. Gelangten beide Teams mit ihrer zurückhaltenden Spielweise in der ersten Halbzeit noch zu je drei Torszenen, so beschränkten sich die Offensivleute im noch flaueren zweiten Umgang auf zwei gute Möglichkeiten zum Siegestreffer.

Der nunmehr fünffache Torschütze Duff, neu bei Chelsea unter Vertrag, sah seinen Schuss in der 75. Minute neben das Tor gelenkt, und kurz vor Schluss verpasste Rolan Gussew mit einem Bogenschuss über die hintere Torecke den Lucky-Punch für die Gäste.

Georgiens Blitzstart

Neue Besen kehren auch in Georgien gut. Erstmals sass Verbandspräsident Merab Schordania auch als Trainer auf der Spielerbank und schon siegt seine Truppe. Mit einem Blitzstart und zwei Toren wurde Albanien in Tiflis überrascht und schliesslich 3:0 bezwungen.

Zweimal war Shota Arweladze, der bei den Rangers in Glasgow stürmt, erfolgreich. Dem Führungstor in der 8. Minute liess er kurz vor der Halbzeit das bereits entscheidende 3:0 folgen. Für den frühzeitigen 2:0-Vorsprung hatte Michaeil Aschwetia von Lokomotive Moskau in der 17. Minute gesorgt.

Die Georgier, die den ehemaligen GC-, FCZ- und Luzern-Stürmer Michail Kawelaschwili als Assistenten von Schordania auf der Bank hatten, kamen somit zum zweiten Heimieg in der EM-Ausscheidung. Zuvor hatten sie die Russen (1:0) besiegt und der Schweiz ein torloses Remis abgetrotzt. Gocha Jamarauli kam als Regisseur im Mittelfeld während 58 Minuten zum Einsatz, Georgi Nemsadze, einst bei den Grasshoppers in Diensten, spielte durch.

Irland - Russland 1:1 (1:1) Lansdowne Road, Dublin. -- 36 000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Michel (Slk). -- Tore: 35. Duff 1:0. 42. Ignaschewitsch 1:1.

Irland: Given; Carr, Breen, Cunningham, O´Shea (26. Harte); Carsley (46. Reid), Healy, Holland, Kilbane; Morrison (73. Doherty), Duff.

Russland: Owtschinnikow; Ewsejew, Ignaschewitsch, Onopko, Sennikow; Gusew, Smertin, Mostowoi, Alenitschew (40. Aldonine); Esipow (34. Kerschakow), Buljkin.

Bemerkungen: Irland ohne Robbie Keane (verletzt). Verwarnungen: 24. Gusew (Foul), 64. Ignaschewitsch (Foul), 67. Carr (Foul, gegen die Schweiz gesperrt), 70. Ewseew (Foul), 80. Mostowoi (Foul), 82. Kilbane (Foul).

Georgien - Albanien 3:0 (3:0) Boris Paitschadze, Tiflis. -- SR Vollquartz (Dä). -- Tore: 8. Shota Arweladze 1:0. 17. Aschwetia 2:0. 43. Shota Arweladze 3:0.

Bemerkungen: Georgien erstmals unter Interimscoach Schordania und Assistent Kawelaschwili, mit Jamarauli (Ex-FCZ, 58. ausgewechselt) und Nemsadze (Ex-GC).

Die restlichen Spiele:

Mittwoch, 10. September: Russland - SCHWEIZ (18.00 Uhr), Albanien - Georgien (20.00 Uhr). -- 11. Oktober (Samstag): SCHWEIZ - Irland (17.30 Uhr in Basel), Russland - Georgien.

Bereits gespielt:

SCHWEIZ - Georgien 4:1 Russland - Irland 4:2 Albanien - SCHWEIZ 1:1 Irland - SCHWEIZ 1:2 Russland - Albanien 4:1 Georgien - Irland 1:2 Albanien - Russland 3:1 Georgien - SCHWEIZ 0:0 Albanien - Irland 0:0 Georgien - Russland 1:0 Irland - Albanien 2:1 SCHWEIZ - Russland 2:2 SCHWEIZ - Albanien 3:2 Irland - Georgien 2:0

Rangliste: 1. Schweiz 6/12. 2. Irland 7/11. 3. Russland 6/8. 4. Georgien 6/7. 5. Albanien 7/5.

(von René Baumann, Dublin /Si)

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