Fussball: Spektakuläre Sicherheits-Demonstration im Happel-Stadion
publiziert: Dienstag, 20. Aug 2002 / 20:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Aug 2002 / 22:41 Uhr

Wien - Der zweite Tag der UEFA-Inspektionsreise in Österreich im Rahmen der gemeinsamen Bewerbung mit der Schweiz für die EM-Endrunde 2008 stand ganz im Zeichen der Sicherheit. Den Inspektoren wurde eine spektakuläre Demonstration geboten.

Zufriedene Gesichter: SFV-Präsident Zloczower (links) und ÖFB-Chef Stickler.
Zufriedene Gesichter: SFV-Präsident Zloczower (links) und ÖFB-Chef Stickler.
Die siebenköpfige Delegation der UEFA, welche diese Woche die schweiz-österreichische Doppelbewerbung an Ort und Stelle auf deren Wahrheitsgehalt prüft, eilte am Dienstag in Wien von Termin zu Termin.

Den Höhepunkt des Tages bildete eine spektakuläre Sicherheitsübung mit Experten des österreichischen Innenministeriums, der Polizei sowie Spezialeinheiten aus Wien und von der Gendamerie im und über dem Ernst Happel-Stadion. Dort soll in sechs Jahren der EM-Final ausgetragen werden. Dabei wurden den UEFA-Inspektoren nicht nur eine Hubschrauber-Evakuierung einer Person und Fallschirm-Sprünge demonstriert, sondern auch das Gesamtkonzept für die Sicherheit in der Fünf-Stern-Arena präsentiert. Die Übungen unter dem Motto des «UEFA-Fair-Play- Gedankens» wurden zu eine Exhibition namens «Sicherheit pur».


Zufriedene UEFA-Delegierte

Bei der offiziellen Pressekonferenz im Hotel «Intercontinental» am Dienstagnachmittag zeigten sich die UEFA-Inspektoren sehr zufrieden mit dem bisher Gesehenen in Klagenfurt, Salzburg und Wien. «Ich bin sehr beeindruckt von der Professionalität der beiden Partner. Es ist eine starke Bewerbung», erklärte der Engländer Michael Lee.

Die Möglichkeiten für Medien und Fernsehen haben Lee besonders überzeugt, die «Reise sei eine Chance, zu sehen, ob die Realität mit den feinen Worten der Bewerbung übereinstimmt». Zur Zeit seien alle sieben Kandidaten noch im Spiel. Nach ihrem Besuch in Österreich und der Schweiz stehen auch noch die Inspektionen der Nordic-Bewerbung (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden), von Russland, Schottland und Irland, Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Kroatien sowie Griechenland und der Türkei auf dem Programm.

Der Tag hatte für die UEFA-Prüfer mit einer Führung durch das «Intercontinental»-Hotel begonnen. Die Nobel-Herberge würde den UEFA-Funktionären im Fall eines Zuschlags (Vergabe im Dezember 2002) während des Anlasses (7. bis 29. Juni 2008) als offizielles Hauptquartier dienen.

Danach wechselte der Tross in den Wiener Prater, wo dereinst das Medien- und Fernseh-Center eingerichtet werden sollen. Österreichs Nationalcoach Hans Krankl und seine Spieler schenkten den sieben Inspektoren vor der Abreise zum Länderspiel in Basel Mannschaftsleibchen mit der Rückennummer «2008» und dem Namensaufdruck des betreffenden Delegierten.

Zum Mittagessen wurden die hohen Gäste in den Räumen der Wiener Gloriette von Vizekanzlerin und Sportministerin Susanne Riess-Paser begrüsst. Am Abend schliesslich lud Wiens für den Sport zuständige Vizebürgermeisterin Grete Laska zu einem geselligen Heurigen.


Dislokation nach Basel

Heute Mittwoch dislozieren die UEFA-Inspektoren in die Schweiz, wo sie am Abend das Länderspiel zwischen den beiden Bewerbern im Basler St.-Jakob-Park mitverfolgen werden. Am Donnerstag steht die Prüfung der Stadienprojekte in Zürich und Bern auf dem Programm. In Kehrsatz werden die Gäste am Abend schliesslich von Bundesrat Samuel Schmid offiziell empfangen. Den Abschluss der Reise bildet am Freitag die Besichtigung des nächsten Frühling fertig erstellten Genfer Stadions «La Praille».

(ms/sda)

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