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Fussball: St. Galler Chancenplus gegen ineffizienten FCZ
publiziert: Sonntag, 5. Okt 2003 / 19:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Dez 2003 / 01:06 Uhr

Der FC St. Gallen gewinnt gegen den FC Zürich mit 2:1, obwohl die Gäste nicht weniger Spielanteile hatten. Doch die Gastgeber erarbeiteten sich ein grosses Chancenplus und holten sich die drei Punkte verdient.

Diese Bilanz widerspiegelt sich in den Analysen der beiden Trainer, von Moreno Merenda und dem "Heimkehrer" Ivan Dal Santo.

Der FCZ kommt weiterhin nicht vom Fleck. Beim 1:2 in St. Gallen verloren die Zürcher zum dritten Mal in Serie. Die Niederlage der Zürcher besiegelte der eingewechselte Moreno Merenda in der 70. Minute.

Das sehenswerte Kopftor nach einer Flanke von Tranquillo Barnetta fiel lediglich vier Minuten nachdem der Argentinier Sergio Bastida mit einem Freistoss aus 22 Metern für den FCZ zum 1:1 ausgeglichen hatte.

Merenda hätte in der Schlussphase sogar noch einen weiteren Treffer markieren müssen, doch er scheiterete mit seinem zu unpräzs getretenen Foulpenalty an FCZ-Torhüter Davide Taini (79.).

Erst nach dieser gelungenen Aktion des eigenen Goalies gelang es den Zürchern, die Ostschweizer nachhaltig unter Druck zu setzen; eine gute Torchance erspielte sich die Equipe von Trainer Lucien Favre aber auch in den letzten Minuten nicht mehr - vom ersten Auswärtssieg war der Tabellenletzte auch im Regen von St. Gallen weit entfernt.

Die St. Galler ihrerseits kamen verdient zum dritten Sieg in Folge auf dem Espenmoos. Eine herausragende Darbietung boten zwar auch die Ostschweizer nicht, aber mit dem Ghanaer Alex (Torschütze zum 1:0/46.) und dem Mittelfeldspieler Barnetta hatten sie immerhin Akteure, die sich vom Mittelmass abhoben,

Lucien Favre, Trainer FC Zürich:

"Ich bin sehr enttäuscht, diese Niederlage ist nicht gut für unsere Moral. Jetzt müssen wir gegen YB unbedingt gewinnen."

Heinz Peischl, Trainer FC St. Gallen:

"Das war ein spannendes Spiel, trotz des Wetters. Ich hoffe auch die Zuschauer hatten fast einen Herzinfarkt. Allerdings hatten wir ein deutliches Chancenplus. Der Sieg ist verdient und ich bin glücklich und stolz auf die Mannschaft. Die Leistung war phänomenal und man hat – trotz des schweren Bodens – nicht gesehen, dass wir diese Woche ein Spiel mehr bestreiten mussten."

Moreno Merenda, FC St. Gallen:

"Die erste Hälfte war für die Zuschauer nicht mitreissend, die zweite Hälfte war dann besser. Mit dem Penalty hätte ich das Spiel entscheiden müssen. Aber der Torhüter hat gut regiert. Die Frage nach meiner persönlichen Leistung muss der Trainer beantworten, aber ich bin froh, dass mir ein Tor gelungen ist."

Ivan Dal Santo, FC Zürich:

"Wir sind wieder in Rückstand geraten, konnten diesmal allerdings ausgleichen. Leider haben wir aber schnell wieder das 2:1 kassiert. Im Moment gehen wir von Niederlage zu Niederlage, obwohl man sieht, dass der Wille da ist. Wir haben einfach die Seuche und kassieren immer wieder dumme Tore.

Spielerisch haben wir gut kombiniert und haben einen grossen Aufwand betrieben. Leider sah man das nur bis 20 Meter vor das Tor, dann war der Schwung wieder weg. Ohne Petrosyan hat der Zug zum Tor gefehlt, dass hat man gesehen. Aber er war eben verletzt und dafür haben wir genug andere Spieler.

Taini hat gut gespielt und uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten, auch als er den Penalty pariert hat.

Meine persönliche Leistung spielt keine Rolle. Wir haben verloren und das ärgert mich. Ich hätte lieber grottenschlecht gespielt und dafür drei Punkte gewonnen. Bei meiner Rückkehr aufs Espenmoos habe ich viele Leute gekannt und bin mit Freude zurückgekehrt. Das Wetter war typisch St. Gallen. Trotzdem wäre ich lieber als Sieger vom Platz gegangen."

(tr/fussball.ch)

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