Fussball: Stadion Zürich - Erster Rekurs gescheitert
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 19:17 Uhr

Zürich - Während der der Zürcher Baujurist Robert Wolfer mit seinem Rekurs am Verwaltungsgericht mehrheitlich gescheitert ist, klärt die Stadt Zürich ab, ob statt im Hardtrum im geplanten Neubau des Letzigrunds 2008 die drei EM-Spiele stattfinden können.

Kann das Stadion Zürich noch rechtzeitig gebaut werden?
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Das Zürcher Verwaltungsgericht hat seinen ersten Stadion-Rekursentscheid getroffen. Streitpunkt war die wegen des Schattenwurfs umstrittene Höhe des Stadions.

Wolfer hatte gefordert, dass das so genannte Vergleichsprojekt lediglich 19 Meter hoch sein dürfe, wie er am Donnerstag vor den Medien erklärte. Bei Hochbauten muss zur Schattenberechnung ein solches Projekt als Vergleichswert skizziert werden.

Bauherrin muss nachbessern

Das Verwaltungsgericht hat dieser Forderung nicht stattgegeben. Allerdings muss die Bauherrin ihre Bemessungen etwas nachbessern. Die Bauherrschaft muss nun die Höhe dem jeweiligen Terrain anpassen.

Die Investorin des Stadion-Projekts, die Credit Suisse, reagierte mit "Genugtuung" auf den Gerichtsentscheid, wie Sprecher Mathias Friedli sagte. Trotzdem ist die Devise für die CS klar: Damit das Stadion rechtzeitig auf die EM fertig wird, müssten alle Rekurrenten bis Mitte Juni ihre Beschwerden zurückgezogen haben.

Über die Rekurse der Anwohner, die ebenfalls gegen den Schattenwurf vorgegangen sind, hat das Verwaltungsgericht noch nicht entschieden. Weil ihre Beschwerde mit Einwänden gegen den Verkehr gekoppelt ist, wird dies noch einige Zeit dauern. Die Anwohner können noch vor Bundesgericht gehen.

Letzigrund potenzieller Rettungsanker

In den nächsten Wochen klärt die Stadt Zürich ab, ob statt im Hardturm im geplanten Neubau des Letzigrunds 2008 die drei EM-Spiele stattfinden können. Die UEFA würde zu einem solchen Projekt Hand bieten, wenn alle Auflagen eingehalten werden können.

Im Mai präsentierte die Stadt das Projekt eines neuen Leichtathletik-Stadions. Nach dem ursprünglichen Plan würde das heutige Stadion erst 2007 abgerissen und durch ein neues Oval für rund 25 000 Zuschauer ersetzt.

Ohne Hardturm-Neubau könnte der Letzigrund vorgezogen werden. Allerdings würde dies zahlreiche Anpassungen erfordern. Der europäische Fussballverband UEFA könnte sich mit einem Projekt Letzigrund durchaus anfreunden, wie Uefa-Pressesprecher William Gaillard bestätigte. Sollte der Schweizer Fussballverband (SFV) mit dem Letzigrund einverstanden sein, werde das auch für die UEFA ein Thema.

Wer trägt die allfälligen Kosten?

"Wenn die Stadt Zürich den Letzigrund bis zur EM 2008 fertig gebaut hat und die zwischen UEFA und dem SFV getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden, sehe ich keine Probleme, dass die Spiele dort stattfinden", sagte Gaillard. Dagegen lehne die UEFA provisorische Stadienbauten aus Sicherheitsgründen ab.

Offen ist auch, ob die Steuerzahler bereit wären, die deutlichen Mehrkosten zu berappen, während das rund 350 Millionen Franken teure Stadion auf dem Hardturm durch die Investorin Credit Suisse bezahlt würde. Laut aktuellem Projekt würde der neue Letzigrund 110 Millionen Franken kosten. Offen sei schliesslich auch die Frage, ob nicht wiederum Einsprachen den ganzen Prozess lahmlegen könnten.

Nächste Woche Kundgebung

Der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) rief in einem Rundschreiben zu einer friedlichen Kundgebung am nächsten Mittwoch (16. Juni) auf. Der Demonstrationszug soll in der Zürcher Innenstadt vom Turbinenplatz zum Stadion Hardturm führen. Seltsamerweise und für den Fussball unüblich helfe in diesem Konflikt nur ein Unentschieden weiter, schrieb der FVRZ.

(rp/Si)

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