Fussball: Thuner Optimismus für die Nationalmannschaft
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2003 / 18:25 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Dez 2003 / 01:00 Uhr

Hanspeter Latour, Trainer FC Thun, verfolgt das Geschehen um die Nationalmannschaft mit grossem Interesse. Nicht zuletzt, weil mit Milaim Rama einer seiner eigenen Spieler zum Kader von Köbi Kuhn gehört. Latour ist überzeugt, dass sich die Nationalmannschaft für die EM 2004 qualifiziert, auch wenn er eine grosse Schwäche feststellt.

Hanspeter Latour glaubt an die EM-Qualifikation der Schweiz und freut sich darüber, mit Rama einen Nationalspieler zu stellen.
Hanspeter Latour glaubt an die EM-Qualifikation der Schweiz und freut sich darüber, mit Rama einen Nationalspieler zu stellen.
Wie analysieren Sie das Spiel Irland gegen Russland?

"Es war ein augeglichenes Spiel, dass hart umkämpft war. Doch das Resultat ist wichtig für die Ausgangslage der Schweizer."

Glauben Sie, dass der Schweiz die Qualifikation gelingt?

"Davon bin ich überzeugt. Das sieht man an den bereits erzielten Ergebnissen. Wenn die Schweiz Gruppenerster wird, hat sie sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt."

Was spricht für die Mannschaft von Köbi Kuhn?

"Zwei Punkte sprechen für eine Qualifikation: Die bisherigen Ergebnisse und die Ausgangslage. Das Team von Köbi Kuhn hat Substanz."

Was ist die grosse Stärke der Mannschaft?

"Sie strahlt viel Harmonie aus und im Team sind einige Spieler, die sich im Ausland etabliert haben. Dabei haben sie dort die gleiche Ausgangslage wie Ausländer bei uns und es wird viel mehr von ihnen erwartet. Das Team hat also internationale Erfahrung."

Welche Rolle spielt der Trainer bei dieser Harmonie?

"Die Person Köbi Kuhn spielt eine grosse Rolle. Er ist ein Mann mit Lebenserfahrung, der den Fussball kennt und in jeder Situation weiss, wie er sich zu verhalten hat. Das ist wichtig für einen Trainer und eine gute Basis für die Mannschaft."

Welche Stärken sehen Sie neben der Harmonie sonst noch bei der Schweizer Nationalmannschaft?

"Die grosse Stärke ist sicher das Team. Wir haben nicht einen oder zwei Spieler, die sich deutlich von den anderen abheben und deren Ausfall sich entsprechend bemerkbar machen würde."

Welche Mängel sehen Sie, an denen Köbi Kuhn noch arbeiten muss?

"Technisch und taktisch kann die Mannschaft von Köbi Kuhn mit den Grossen mithalten. Defizite hat die Schweizer Nationalmannschaft noch bei der Dynamik. Damit meine ich das dominante, klare Auftreten. Dieser Mangel hat sich gegen Frankreich deutlich gezeigt. Bei den Franzosen haben 70 Prozent Leistung genügt, während die Schweizer immer 100 Prozent geben müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen."

Hat das Team in dieser Besetzung eine Perspektive?

"Die Frage nach den Perspektiven ist schwer zu beantworten. Aber sicher ist es eine Mannschaft mit Zukunftchancen. Ob das Team Erfolg haben wird, ist allerdings Resultatabhängig. Jede Mannschaft wächst mit den Erfolgen und damit erklärt sich auch die positive Entwicklung der letzten Zeit."

Woran könnte die scheinbar sichere Qualifikation allenfalls noch scheitern?

"Wenn die Mannschaft jetzt noch scheitern sollte, dann an der Konkurrenz. Damit will ich sagen, dass die Gegner allfällige Schwächen erst ausnützen müssten. Doch in dieser Situation, wie sie die Schweizer Nationalmannschaft jetzt hat, gibt jeder Spieler alles. Ich glaube an das Team und dass die Spieler mit dem Druck umgehen können."

Mit Milaim Rama stellen Sie selber einen Nationalspieler. Sprechen Sie eigentlich mit ihm über dieses Thema?

"Wir reden weniger darüber, was bei der Nationalmannschaft gelaufen ist. Dafür sprechen wir mehr darüber, bevor er einrückt. Dann sage ich ihm, er soll mit Freude zur Nationalmannschaft gehen. Aber ich sage ihm auch, dass ich als Trainer von einem Nationalspieler beim Verhalten noch mehr erwarte, nämlich Selbstbewusstsein und Stolz."

Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Spieler des kleinen FC Thun in der Nationalmannschaft spielt. Was bedeutet die Nomination von Rama für den Verein?

"Rama ist für uns wichtig. Das er den Sprung in die Nati geschafft hat, zeigt, dass dies auch über einen kleinen Verein mit bescheidenen Verhältnissen möglich ist. Gleichzeitig ist das ein Beweis, dass wir gut arbeiten und das tut gut."

Allerdings ist er nicht gerade der jüngste Spieler, dem neu der Sprung in die Nationalmannschaft gelungen ist..

"Das beweist, dass dies auch mit 27 Jahren noch möglich ist und widerlegt die Theorie, dass es für jene Spieler vorbei ist, die es mit 22 noch nicht geschafft haben. Die Schweiz ist ein kleines Land und muss seine Recourcen voll ausschöpfen."

(tr/fussball.ch)

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